Gesundheit, Wellness, Medizin

Die weltweit erste Verpflanzung körpereigener Netzhaut wurde im Wiener Krankenhaus Rudolfstiftung im letzten Jahr durchgeführt. Patienten, die an einer „fortschreitenden Netzhautdegeneration“ (Makuladegeneration) leiden, können nun auf die Verbesserung ihrer Sehkraft hoffen, da die Langzeitergebnisse nun erste Erfolge zeigen.

Durch die Transplantation körpereigener Sehzellen kommt es zu keiner Abstossung, die Degeneration kann gestoppt und das Sehvermögen wieder hergestellt werden. Diese Operation wird in Wien seit März 1999 durchgeführt, nun stellte das Krankenhaus die ersten langfristigen Ergebnisse vor. „Bei vier von acht Patienten konnte eine deutliche Verbesserung des Sehens erreicht werden, zwei Patienten sehen etwas besser, bei zwei Patienten blieb die Sehschärfe unverändert. Bei allen Patienten war aber der bei dieser Krankheit auftretende schwarze Fleck im Sehfeld deutlich kleiner“, erläuterte Univ. Prof. Dr. Susanne Binder ihre Erkenntnisse. Zudem seien alle Operationen ohne Komplikationen verlaufen.

Rund 10 Prozent der über 55-jährigen und bereits 30 Prozent der über 75-jährigen leiden unter einer Makuladegeneration. Dabei ist die Netzhaut im Zentrum des schärfsten Sehens einem „Zersetzungsprozess“ ausgesetzt. Die Betroffenen leiden bei dieser Erkrankung unter dem Auftreten eines immer grösser werdenden schwarzen Fleckes im Zentrum des Sichtfeldes, das zwar nicht zur Erblindung führt, jedoch zum Verlust der zentralen Sehschärfe und der Fähigkeit, zu lesen.

Bislang wurde die Krankheit entweder mit Lasertherapie behandelt, die allerdings nur dann angewendet werden kann, wenn die Schädigung nicht im Zentrum der Netzhaut liegt. Dort würde der Laser nämlich Narben hinterlassen, die einen entsprechenden Sehverlust hervorrufen. Schon bisher wurden auch Netzhautzellen von Föten transplantiert, die allerdings immer wieder zu Abstossungsreaktionen geführt haben.

Der Vorteil der neuen Methode liegt darin, dass eigene Netzhautzellen nicht abgestossen werden. Während der Operation wird zuerst der Glaskörper, der das Auge zu 80 Prozent ausfüllt, entfernt, um an die Netzhaut zu gelangen. Dann wird die Gefässplatte unter der zentralen Netzhaut entfernt und gleichzeitig eigene Netzhautzellen vom Rand, wo sie für das Sehen nicht so relevant sind, transplantiert.

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