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Mithilfe einer neu entwickelten Röntgenmethode könnte Brustkrebs schon in einem viel früheren Stadium erkannt werden als mit bisherigen Mammographie-Techniken. Das neue Verfahren nutzt die Tatsache, dass Tumoren die Röntgenstrahlen in einem ganz bestimmten Winkel ablenken, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist (Ausgabe vom 22. Februar, S. 14).

Dadurch könnten Ärzte Tumoren bereits ab einer Grösse von vier Millimetern entdecken und nicht erst ab zehn Millimetern wie bei den derzeitigen Methoden. Die Forschergruppe um Robert Speller von der Universität London fand heraus, dass Tumorzellen ein charakteristisches Streuungsmuster der Röntgenstrahlen erzeugen. Mit zusätzlichen Detektoren lassen sich diese Strahlen auffangen, die vor allem in einem Winkel von neun Grad vom Hauptröntgenstrahl abgelenkt werden.

Die bisherigen Mammographie-Verfahren messen lediglich, wie viel Röntgenstrahlung vom bestrahlten Gewebe aufgenommen wird. Hellere Bereiche im Röntgenbild kennzeichnen dabei mögliche Tumoren. Wenn die Geschwüre noch sehr klein sind, sind sie jedoch schwer abzugrenzen. Zudem sind Knoten bei Frauen unter 45 Jahren, deren Brustgewebe weniger Fett enthält, besonders schwer zu erkennen.

Der Vorteil der neuen Methode sei, dass Tumoren in einem sehr frühen Stadium noch keine Metastasen bilden und zudem leichter herausoperiert werden könnten, betont Speller. Allerdings haben die Forscher die Technik bisher nur an Gewebeproben getestet. Nun müsse noch überlegt werden, wie die zusätzlichen Detektoren in bestehende Mammographie-Systeme eingebaut werden könnten, erklärt der Londoner Krebsforscher.

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