Gesundheit, Wellness, Medizin

Bisher unbekannten Ursachen für Rheuma sind Wissenschaftler der Universität Leipzig auf die Spur gekommen. Für den typischen Abbau ist die so genannte Hypochlorsäure der Knorpelschicht in den Gelenken ganz wesentlich verantwortlich. Diese Entdeckung bringt die Rheumaforschung ein grosses Stück voran und verspricht einen Ansatz für die Heilung der Krankheit.

Hypochlorsäure, eine Verbindung von Wasser und Chlor, zerstört die äussere Hülle von Bakterien und andere Mikroorganismen und tötet sie damit ab “ deshalb wird sie gerne in Schwimmbädern eingesetzt, um das Wasser zu chloren. Auch im menschlichen Körper hilft sie, gegen fremde Mikroorganismen vorzugehen. Im Blut arbeiten unter anderem so genannte neutrophile Granulozyten als eine Art Gesundheitspolizei: Zu ihren wesentlichen Bestandteilen gehören bakterienabtötende Enzyme, darunter auch die Myeloperoxidase (MPO). Als Katalysator bewirkt sie die Produktion von Hypochlorsäure aus Wasserstoffperoxid und Chloridionen im Körper. Die Hypochlorsäure zerstört aber auch den Gelenkknorpel. Das Forscherteam um den Biophysiker Klaus Arnold entdeckte in der Gelenkflüssigkeit von Rheumapatienten unverhältnismässig viele neutrophile Granulozyten, die nur schwer zu erfassen sind “ so hatte man ihnen als Rheumaursache bisher kaum Beachtung geschenkt.

Noch ist unklar, wie und weshalb die Granulozyten die Wände der Blutgefässe durchdringen und aus dem Blut in die Gelenkflüssigkeit wandern. Klar ist allerdings, dass sie hier Hypochlorsäure produzieren und so den Knorpel zersetzen “ entsprechende Abbauprodukte konnte das Team in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Rheumazentrum nachweisen. Der mehr und mehr zersetzte Gelenkknorpel kann immer weniger als „Stossdämpfer“ zwischen den Knochen dienen Dies verursacht Schmerzen und hindert die Patienten immer mehr an der Bewegung.

In Deutschland leiden rund vier Millionen Menschen an Rheuma, sie verursachen fast 52 Millionen Fehl-Arbeitstage pro Jahr. Medikamente helfen bislang höchstens, den Schmerz zu lindern. Die Entdeckungen der Leipziger Wissenschaftler verspricht nun erstmals eine mögliche Heilung. Gelingt es, die Aktivitäten der neutrophilen Granulozyten im Gelenk einzuschränken oder zu unterbinden, so könnte der Knorpelabbau verhindert werden. Erste, vielversprechende Medikamente sind laut Arnold bereits im Einsatz.

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