Gesundheit, Wellness, Medizin

Menschen und Affen sind die einzigen Spezies, die ihr Gesicht im Spiegel wiedererkennen können. Jetzt haben Wissenschaftler des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston herausgefunden, dass dabei die rechte Hirnhemisphäre die wichtigste Rolle spielt. Ihre Erkenntnisse haben sie in der Fachzeitschrift „Nature“ vom 18. Januar veröffentlicht.

Julian Keenan, Psychologe und Hauptautor der Studie, und seine Kollegen arbeiteten mit fünf Epilepsie-Patienten, die auf eine Gehirnoperation vorbereitet wurden. Um Daten über ihr Gehirn zu gewinnen, mussten die Chirurgen jede Gehirnhälfte einzeln kurz betäuben. Dies nutzten die Psychologen für ein Experiment, in dem sie den Patienten jeweils ein vom Computer hergestelltes Bild zeigten, das sich aus dem Gesicht des Patienten und einer berühmten Person zusammensetzte. Männliche Patienten wurden mit Bill Clinton oder Albert Einstein verschmolzen, Frauen mit Lady Di oder Marilyn Monroe. Nach Abklingen der Betäubung mussten die Patienten angeben, wen sie gesehen haben. Es zeigte sich, dass die Betäubung der linken Hemisphäre dem Wiedererkennen des eigenen Bildes keinen Abbruch tat. Als aber die rechte Gehirnhälfte betäubt war, erkannten vier von fünf Patienten nur das Bild des oder der Prominenten, nicht aber ihr eigenes.

Ein weiteres Experiment führte das Psychologen-Team mit 10 gesunden Versuchspersonen durch, die am Forschungsinstitut arbeiteten. Diesen Personen wurden zusammengesetzte Bilder eines Prominenten und einem den Versuchspersonen bekannten Mitarbeiter des Instituts gezeigt. Mit Hilfe eines bildgebenden Verfahrens konnten die Forscher die Gehirnaktivität der Probanden beobachten. Erkannten die Versuchspersonen ihr eigenes Bild, war die Aktivität der rechten Gehirnhälfte deutlich grösser als beim Erkennen des Bildes eines Kollegen. Bei der linken Gehirnhälfte zeigten sich diese Unterschiede nicht.

„Was Keenan und seine Kollegen da gezeigt haben, bedeutet, dass man durch Betäubung der einer Gehirnhälfte die Selbsterkennung buchstäblich ausschalten kann“, kommentiert Gordon Gallup, Psychologie-Professor an der State University of New York (Albany) die Studie. „Diese neue Untersuchung ist eine von vielen, die darauf hindeuten, dass die rechte Hälfte des Gehirns, besonders der rechte frontale Cortex, ganz wesentlich ist für das Selbstbewusstsein und die Selbstwiedererkennung.“

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