Gesundheit, Wellness, Medizin

Damit alte Menschen keine Furcht mehr davor haben müssen, nach einem Sturz hilflos auf dem Boden liegen zu bleiben, entwickeln Forscher der Technischen Universität (TU) Berlin ein Gerät, dass einen Sturz bemerkt und daraufhin einen Notruf auslöst. In zwei Jahren wollen Forscher des Institutes für Mikrotechnik und Medizintechnik das winzige Gerät auf den Markt bringen. Es soll in eine Uhr oder einen Ring passen. TU-Ingenieur Bert Schadow sagte, in Zukunft solle es per Infrarotsensor auch den Gesundheitszustand des Trägers überprüfen.

27 Prozent aller tödlichen Unfälle ereignen sich im Haushalt – etwa 80 Prozent davon sind Stürze. Damit älteren Menschen nach einem Sturz schneller geholfen werden kann, sollen die Senioren den Alarm nicht mehr per Knopfdruck auslösen. Der Sensor merke von allein, wenn der Träger in Schieflage gerate, sagte Schadow. Im Prototyp melde ein Quecksilberschalter Alarm, wenn er länger als 30 Sekunden um einen Winkel von mehr als 45 Grad von der Körpermittelachse verdreht sei.

Die Berliner Forscher wollen ein für 2000 Dollar schon erhältliches finnisches Modell verbessern, indem sie vor allem die Reichweite des Notrufsenders vergrössern. Klein und tragbar solle es zudem sein, denn die Akzeptanz des Gerätes durch den Nutzer spiele für die Ingenieure eine grosse Rolle, sagte Schadow. Später wollen die Wissenschaftler auch Infrarotsensoren für Blutdruck, Pulsfrequenz und Sauerstoffsättigung des Blutes einbauen. Die sollen ähnlich funktionieren wie schon benutzte Finger- oder Ohrklemmen und den Gesundheitszustand des Trägers kontrollieren.

Da in Deutschland immer mehr Menschen immer älter werden, spielt die Entwicklung Seniorengerechter Technik der TU zufolge eine immer grössere Rolle. Der Anteil der 60-Jährigen an der Bevölkerung steige bis ins Jahr 2030 auf 35 Prozent. Deshalb haben deutsche Wissenschaftler sich zu dem Projekt Seniorengerechte Technik im häuslichen Alltag (SENTHA) zusammengeschlossen. Die Deutsche-Forschungs-Gesellschaft (DFG) investiere rund drei Millionen Mark in sieben Teilprojekte.

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