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Lebendimpfstoff zeigt sich wirksam gegen Influenza bei Mäusen

Influenza-A-VirenMarburg (pte/08.06.2005/15:49) – Marburger Virologen haben einen neuen Influenza-Impfstoff entwickelt, der direkt am zentralem Infektionsmechanismus von Influenza-A-Viren ansetzt. Die Forscher des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg http://www.med.uni-marburg.de/stpg/ukm/lt/hygiene/viro.htm haben eine neue Methode zur Herstellung eines Lebendimpfstoffs gegen den Influenza-Virenstamm WSN33 gefunden. Der Impfstoff setzt an einem Infektionsmechanismus an, den alle Influenza-A-Virenstämme gleichermassen besitzen. Dabei wird das Virusoberflächenprotein Hämagglutinin „gespalten“ und kann daher auch gegen alle Viren dieses Typs eingesetzt werden. Versuche an Mäusen zeigten, dass der neue Impfstoff vollständigen Schutz gegen eine Infektion bietet, berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe von Nature Medicine http://www.nature.com/nm/ .
Weil die Membranfusion, die auf die Spaltung des Hämagglutinins folgt, ein universeller Mechanismus ist, den alle Influenza-A-Virenstämme für die Infektion einer Wirtszelle benutzen, sind die Ergebnisse der Forscher voraussichtlich auch auf andere Stämme übertragbar. „Unser vorerst grösstes Ziel haben wir nun erreicht, denn unsere Virusmutante hat Modellcharakter für beliebige Influenza-A-Viren“, erklärte Studienleiter Jürgen Stech.
Influenza, allgemein als Grippe bekannt, ist eine durch Viren ausgelöste Atemwegsinfektion. Sie kann zu schweren Erkrankungen mit gefährlichen Komplikationen führen und ist nicht mit den harmloseren „grippalen Infekten“ identisch, die in der Bevölkerung oft ebenfalls als Grippe bezeichnet werden. Speziell das Influenza-A-Virus führte bereits zu Pandemien, die weltweit Mio. Menschen das Leben gekostet haben.
Mit grossem Erfolg haben die Virologen den neuen Lebendimpfstoff bereits an Mäusen getestet. Ab einer bestimmten Dosierung überlebten alle Tiere der infizierten Versuchsgruppe. Bei der höchsten Dosis wiesen die Mäuse nicht einmal mehr Krankheitssymptome auf, die infizierten und noch im Wachstum befindlichen Jungmäuse legten sogar weiter an Gewicht zu. Auf dem Weg zur Anwendung am Menschen sind nun zunächst Experimente mit Frettchen geplant, deren biologische Struktur der des Menschen ähnlicher ist und die sehr empfindlich auf das Influenza-Virus reagieren.

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