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Risiko für Multiple Sklerose sinkt mit der Zahl der Infektionen im Kindesalter

Der enge Kontakt mit jüngeren Geschwistern in den ersten sechs Lebensjahren senkt das Risiko, an Multipler Sklerose (MS) zu erkranken. Die dabei immer wieder übertragenen Infektionskrankheiten wappnen das Immunsystem nicht nur gut gegen spätere Virenangriffe, sondern hindern es auch daran, auf körpereigene Zellen loszugehen. Das schreiben Anne-Louise Ponsonby vom Menzies Research Institute in Hobart und ihre Kollegen im Fachmagazin JAMA (Ausg. 293, Nr. 4, S. 463).

Die australischen Forscher untersuchten über drei Jahre hinweg 136 Patienten mit Multipler Sklerose und verglichen sie mit 272 Kontrollpersonen. Je länger die Probanden in den ersten sechs Lebensjahren mit höchstens zwei Jahre jüngeren Geschwisterkindern zusammen waren, desto seltener erkrankten sie an Multipler Sklerose. So wiesen Personen, die mehr als fünf Jahre Kontakt zu Geschwistern hatten, ein 88 Prozent geringeres Erkrankungsrisiko auf.

Auch auf das Epstein-Barr-Virus reagierten Versuchspersonen mit intensivem Kontakt zu Geschwistern weniger heftig. Eine Überreaktion des Immunsystems auf dieses Virus wird mit einem erhöhten MS-Risiko in Verbindung gebracht. Das Virus ruft bei älteren Kindern und Erwachsenen das so genannte Pfeiffersche Drüsenfieber hervor. Sie bekommen Fieber und ihre Lymphknoten schwellen an.

Die Wissenschaftler unterstützen mit ihren Entdeckungen die so genannte Hygienehypothese, laut der Infektionen im Kleinkindalter die Entwicklung des Immunsystems unterstützen und das Risiko reduzieren, an Allergien oder Autoimmunkrankheiten zu erkranken.

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