Gesundheit, Wellness, Medizin

Während die meisten Menschen mit dem Beginn des Frühjahrs die ersten Sonnenstrahlen und frisches Grün geniessen, beginnt für andere mit der Baum- und Gräserblüte ein jährlich wiederkehrendes Leiden: Heuschnupfen. Bereits jetzt machen die Pollen der Frühblüher Erle und Hasel den Allergikern zu schaffen. „Richtig los geht es dann im Mai, wenn es wärmer wird und noch mehr Pollen fliegen“, sagte Ingrid Voigtmann vom Beratungsteam des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB).
Rund 16 Prozent der Deutschen leiden nach Angaben des Verbandes unter Heuschnupfen. Triefende und verstopfte Nasen, Juckreiz und häufige Niesanfälle sind die Symptome. Bei Allergikern reagiert das Abwehrsystem des Körpers übermässig stark auf vermeintlich harmlose Substanzen wie Blütenpollen.

Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die akute Beschwerden lindern. Längerfristige Hilfe verspricht hingegen die so genannte Hyposensibilisierung. Dabei werden dem Patienten über einen langen Zeitraum steigende Mengen des Allergie auslösenden Stoffes (Allergen) unter die Haut gespritzt. Auf diese Weise wird eine allmähliche Gewöhnung an die fremde Substanz erreicht.

Die Erfolgsaussichten der Behandlung sind unterschiedlich. Nach Angaben des Allergie Dokumentations- und Informationszentrums ADIZ in Bad Lippspringe haben Gräserpollenallergiker danach in etwa 70 Prozent der Fälle weniger oder gar keine Beschwerden mehr. Bei Baumpollenallergikern liegt diese Zahl zwischen 60 und 70 Prozent.

Ende 2001 will die Novartis AG (Basel) nach eigenen Angaben ein neues Medikament auf den Markt bringen. Es soll besonders bei schweren Fällen von allergischem Asthma und Heuschnupfen helfen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Mitteln könne es nicht nur die Symptome bekämpfen, sondern die allergische Reaktionen ganz unterbinden. Das bislang „E25“ genannte Präparat ziele auf Antikörper, die bei der allergischen Reaktion eine bedeutende Rolle spielten. Diese Antikörper lösen eine Reihe von Reaktionen aus, an deren Ende die typischen allergische Symptome stehen. „E25“ soll die Antikörpern abfangen und somit die Signalkette gezielt unterbrechen.

„Erste klinische Studien zeigen sehr ermutigende Ergebnisse“, sagte Prof. Ulrich Wahn von der Charité in Berlin. Besonders „Problemallergikern“, denen mit bisherigen Medikamenten kaum zu helfen sei, könne dieses Präparat neue Hoffnungen geben. Mit der Zulassung des Medikaments wird noch in diesem Jahr gerechnet, erklärte der Direktor der Klinik für Pädiatrie.

In jedem Fall sollten die Betroffenen ihre Krankheit ernst nehmen, ergänzte Ingrid Voigtmann vom DAAB. „Immerhin ist die allergische Reaktion eine fehlgeleitete, die zu nichts gut ist.“ Im Gegenteil, unbehandelter Heuschnupfen führe zu einer ständigen Reizung der Schleimhäute, die dann für andere Infektionen besonders anfällig werde. Zudem bestehe bei Heuschnupfen die Gefahr des so genannten „Etagenwechsels“: Dabei weitet sich die Allergie auf die unteren Atemwege aus und kann dort Asthma auslösen.

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