Kardiale Bildgebung: Den gefährlichen „Plaques“ im Herzen noch effektiver auf der Spur

Neue Methode zur Bestimmung von Kalkablagerungen in Herzkranzgefässen: bessere Diagnose- und Interventionsmöglichkeiten. Radiologe des Frankfurter Uniklinikums an „Best Paper“-Studie beteiligt

Der Radiologe am Frankfurter Universitätsklinikum, Dr. Fawad Khan, ist Mitautor einer Studie, die die Diagnose- und
Interventionsmöglichkeiten bei kardiovaskulären Erkrankungen auf Basis der bildgebenden Schnittbilddiagnostik optimiert.* Die Innovation trägt insbesondere zur besseren Identifizierung von Kalkablagerungen in den Herzkranzgefässen, den so genannten „Hard Plaques“, bei und wurde deshalb mit dem „Second Best Paper Award“ des Journal of Digital Imaging ausgezeichnet.
Dr. Fawad Khan ist Facharzt für Radiologie am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Klinikums der J. W.
Goethe-Universität Frankfurt und spezialisierte sich insbesondere auf dem Gebiet der kardialen Bildgebung. Die Studie wurde gemeinsam mit Erstautor Stefan Wesarg und Evelyn A. Firle vom Frauenhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung durchgeführt. Der Award wurde im Juni auf dem diesjährigen Kongress der Society for Imaging Informatics in Medicine (SIIM) 2007 in Providence im US-Staat Rhode Island verliehen.

Die neuere Generation der Multidetektor-Computertomographie (MDCT), auch Schnittbilddiagnostik genannt, ermöglicht in der kardiovaskulären Diagnostik hochauflösende Bilder von Herz und Herz-Kreislauf-System.
Diese Technik macht eine nicht-invasive Untersuchung des Herzens nach kardiovaskulären Fehlfunktionen möglich oder sie unterstützt die Interventionsplanung. Um den Schweregrad einer Erkrankung der Herzkranzgefässe genau ermitteln zu können, benötigt der Kardiologe Informationen über die exakte Anzahl und genaue Ortsbestimmung von Kalkablagerungen. Die mit dem „Second Best Paper“ prämierte Studie stellt eine Methode vor, bei der die exakte Lagebestimmung der Plaques im Herzkranzgefäss noch genauer berechnet werden kann. Die automatische Bestimmung der Kalkablagerungen ist nun dank dieser Methode möglich, indem das Schnittbildverfahren schrittweise die Daten des Gefässdurchmessers mit den Daten der Analyse der Grauwerte kombiniert und die gewonnenen Daten anschliessend in ein Bild umwandelt.

„Das Verfahren optimiert die Schnittbilddiagnostik zur Diagnosestellung kardiovaskulärer Erkrankungen; wir hoffen, die Ergebnisse der Studie auch für weitere klinische Fragestellungen einsetzen zu können“, erklärt Dr. Khan.

¢ Stefan Wesarg, M. Fawad Khan und Evelyn A. Firle, Localizing Calcifications in Cardiac CT Data Sets Using a News Vessel Segmentation Approach, in: Journal of Digital Imaging, Vol. 19, Number 3, 2006: pp. 249-257

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