Gesundheit, Wellness, Medizin

Ist der Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft gefährlich- ja oder nein? Diese seit langem geführte Debatte hat nun neue Nahrung durch eine Studie bekommen, die vom National Institute of Child Health and Human Development (NICHD) in den USA geleitet wurde. Demnach führt der Konsum von bis zu sechs Tassen Kaffee nicht zu einem erhöhten Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden. Seit 1981 warnt die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) vor dem Genuss von Koffein-haltigen Nahrungsmitteln wie Kaffee oder Cola in der Schwangerschaft.

Das Team um Mark Klebanoff von der University of Utah in Salt Lake City untersuchte in der jetzt vorgelegten Studie die Konzentration von Paraxanthine in den Blutproben von 591 Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten hatten. Paraxanthine wird vom Körper bei der Verarbeitung des Koffeins produziert. Die Ergebnisse verglich er mit denen von 2558 Frauen, bei denen die Schwangerschaft normal verlief. Die Blutproben waren in den Jahren 1959 bis 1966 entnommen und eingefroren worden. Die Ergebnisse der Blutproben wurden in Bezug auf Alter, ethnische Abstammung und ob es sich bei den Frauen um Raucherinnen handelte gewichtet.

Die Wissenschaftler fanden anhand dieser Studie kein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt bei Frauen mit einer Paraxanthine-Konzentration von 1,845 Nanogramm pro Milliliter – dies entspricht in etwa fünf Tassen Kaffee. Eine Erhöhung dieser Konzentration jedoch führte zu einer Verdopplung des pränatalen Risikos. Für einige Experten zeigt diese Studie, dass Kaffee – in moderaten Mengen – doch nicht, wie weitläufig angenommen, in der Schwangerschaft gefährlich ist.

Es gibt aber auch Forscher wie Brenda Eskenazi von der University of Berkeley in Kalifornien, die meinen, dass die Warnung der FDA weiterhin Gültigkeit besitzt. „Sie ist hervorragend, aber sie misst auch nur einen Wert,“ beurteilt Eskenazi die Studie und meint damit, dass weder die fetale Herzfrequenz noch die Atmung kontrolliert wurden. Die Beziehung zwischen der Paraxanthine-Konzentration und dem Koffein ist kompliziert und hängt z.B. auch davon ab, ob die Frauen Medikamente einnehmen. Es ist daher schwer zu sagen, wieviel Kaffee eine Frau trinken muss, damit ein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt besteht.

Klebanoff kommentiert die weiter anhaltenden Debatte: „Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist! Ich bin mir nicht sicher, ob es jemals eine Arbeit geben wird, die diese Debatte beenden wird!“

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