Gesundheit, Wellness, Medizin

Statt per spitzer Spritzen könnten manche Impfstoffe bald per Hautcreme oder Haarshampoo verabreicht werden: Wissenschaftler der Stanford University School of Medicine entdeckten, dass bestimmte Wirkstoffe vom Körper auch über die Haut aufgenommen werden können, so etwa der Impfstoff gegen Hepatitis B. Dabei dringen die Substanzen offenbar durch die Haar-Follikel ein.
Labormäuse produzierten erfolgreich Antikörper gegen Hepatitis B in ihrem Blut, nachdem der Impfstoff lediglich auf ihren Körper gerieben worden war. Bereits frühere Studien hatten gezeigt, dass Impfstoffe auch durch die Mäuse-Haut dringen können – allerdings hatte man bislang immer vermutet, die oberen Schichten der Haut müssten durch Abreiben oder chemische Mittel entfernt werden, um den Impfstoff eindringen zu lassen.
Die Erkenntnisse der Stanford-Forscher, berichtet im Fachjournal Nature Biotechnology, deuten auf eine weniger schmerzvolle, billigere und sicherere Impf-Methode hin. Die Haarbälge in der Haut gelten ohnehin als schwaches Glied in der Verteidigungslinie des Körpers. „In der Haut sind die Haarfollikel ein Ort aktiver mikrobiologischer Kolonisierung und Invasion, eine der häufigsten Routen für Infektionen“, so Dr. Paul Khavari. „Da sie Proteine und DNA in die Haut hineinlassen, sind sie auch offensichtliche Kandidaten, um gezielt therapeutische Wirkstoffe anzuliefern.“
Bei einem Kontrollversuch an Mäusen ohne normale Haar-Bälge gelangte der Wirkstoff nicht ins Körperinnere. Sollte sich die Methode auch bei Menschen als wirksam erweisen, wäre damit nicht nur eine einfachere, billigere und weniger schmerzhafte Impfmethode für manche Wirkstoffe gefunden. Auch umginge man Gesundheitsprobleme, die vor allem bei Impfkampagnen in Entwicklungsländern auftreten, weil Impfnadeln rar sind und bei ungenügender Sterilisierung unbeabsichtigt Krankheiten übertragen können.

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