Herzensgute Grapefruits

Besonders rote Früchte haben eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel

Eine Grapefruit am Tag hilft, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Davon können insbesondere herzkranke Menschen profitieren, da hohe Cholesterinwerte im Blut als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen angesehen werden. Grapefruits mit rotem Fruchtfleisch enthalten besonders viele Inhaltstoffe mit positiver Wirkung auf den Cholesterinspiegel, haben Forscher um Shela Gorinstein von der Hebräischen Universität in Jerusalem herausgefunden.

Die Forscher untersuchten 57 Herzpatienten, die sich zuvor einer Bypass-Operation unterzogen hatten. Sämtliche Patienten hatten hohe Cholesterinwerte, die auch durch eine Standardtherapie mit so genannten Statinen nicht gesenkt werden konnten. Daher betrachteten die Forscher in ihrer Studie, wie Zitrusfrüchte als Nahrungsbestandteil die Blutfettwerte beeinflussen. Dazu teilten sie die 39- bis 72-jährigen Patienten in drei gleichgrosse Gruppen ein: Eine Gruppe erhielt über 30 Tage zum täglichen Essen eine rote Grapefruit gereicht, die zweite eine gelbe Grapefruit, die dritte Gruppe bekam keine Grapefruits. Die täglichen Grapefruits konnten den Cholesterinspiegel der Patienten deutlich senken, ergab die Auswertung. Die roten Grapefruits hatten dabei den stärksten Effekt.

Die Forscher vermuten, dass so genannte Radikalfänger in den Zitrusfrüchten schädliche Stoffwechselvorgänge verhindern und den Cholesterinspiegel senken. In Laborexperimenten fanden sie heraus, dass die roten Grapefruits gegenüber den gelben besonders viele Radikalfänger und bestimmte bioaktive Substanzen enthalten. Allerdings können den Forschern zufolge auch noch unbekannte Stoffe eine Rolle spielen. Die Forscher weisen allerdings darauf hin, dass Grapefruits bei der Einnahme von einigen Medikamenten Nebenwirkungen verursachen können. Daher sollten Patienten die Ergänzung des Speisezettels mit den Zitrusfrüchten mit dem behandelnden Arzt abstimmen.

Shela Gorinstein (Hebräische Universität, Jerusalem) et al.: Journal of Agricultural and Food Chemistry, Online-Vorabveröffentlichung, 3. Februar

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