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Diagnose als erster Schritt zur Heilung

Grenzach-Whylen (pts/18.05.2005/15:22) – Die meisten Hepatitis C-Betroffenen wissen nicht, dass sie infiziert sind. Da die Symptome dieser chronischen Erkrankung wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und diffuse Oberbauchbeschwerden unspezifisch sind, werden sie oft als unerheblich abgetan und nicht weiter verfolgt. Nach Schätzungen der WHO sind in Deutschland bis zu 800.000 Menschen mit dem Hepatitis C-Virus infiziert. Von diesen ist nur etwa ein Viertel diagnostiziert, weniger als 5 % erhalten die notwendige antivirale Therapie.

Diagnose
Hausärzten kommt bei der Diagnose der Hepatitis C eine Schlüsselrolle zu. Statistisch gesehen gibt es in Deutschland durchschnittlich 10 Hepatitis C-Patienten pro Praxis. Wird die Hepatitis C-Infektion frühzeitig erkannt und geheilt, können weitere Ansteckungen verhindert und Spätschäden wie Zirrhose und Leberkrebs vermieden werden.
Sind die Transaminasen (GPT) auch nur leicht erhöht oder schildert ein Patient unklare Symptome wie Abgeschlagenheit oder diffuse Oberbauchbeschwerden, ist immer an eine Virushepatitis zu denken. Bei Patienten ohne Beschwerden ist es zudem wichtig, mögliche Risikofaktoren abzuklären. Bei Bluttransfusionen, Dialyse oder Organtransplantationen, die in den Jahren vor 1991 erfolgten, i. v. Drogenabusus in der Vergangenheit oder bei Herkunft aus einem Endemiegebiet wie z. B. Russland, kann es sinnvoll sein, direkt einen Antikörpertest zur Ausschlussdiagnose durchzuführen, denn eine Hepatitis C kann auch bei normalen Transaminasen vorliegen. Ist dieser Antikörperttest positiv, muss die Diagnose abgesichert werden. An dieser Stelle sollte der Allgemeinarzt den Patienten unverzüglich zur weiteren Abklärung an eine Schwerpunktpraxis oder ein Therapiezentrum überweisen.

Frühe Diagnose sichert optimale Heilungschancen
Heute haben Hepatitis C-Patienten gute Heilungschancen, die umso besser sind, je früher mit einer Therapie begonnen wird.
Die Hepatitis C-Therapie stellt eine Herausforderung für den Therapeuten und den Patienten dar, dennoch lohnt die Therapie. Denn ein geheilter Patient stellt kein weiteres Ansteckungsrisiko für seine Umwelt dar und lebt nachweislich besser.

Weitere Informationen zu Hepatitis C erhalten Sie unter http://www.hepatitis-care.de.

Der Text ist eine Zusammenfassung des gleichnamigen Symposiums auf dem Kongress der DGIM am 02.April 2005 in Wiesbaden. Referenten waren Prof. Dr. med. Siegbert Rossol, Rüsselsheim, Dipl.Med. Frank Ackermann, Greiz und Dr. med. Holger Hinrichsen, Kiel.

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