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Metastudie zeigt: Der Naturstoff ist ein effektives Mittel bei der Behandlung von Wunden

Honig hat auf Wunden eine heilende Wirkung. Das hat ein neuseeländischer Wissenschaftler in einer Studie gezeigt, in der er fast vierzig wissenschaftliche Arbeiten zur medizinischen Verwendung von Honig ausgewertet hat. Demnach werden bei ganz unterschiedlichen Verletzungen gute Resultate mit Honig als Wundauflage erzielt.

Peter Molan analysierte 22 Studien, die insgesamt 2.062 mit Honig behandelte Patienten umfassten, und zusätzlich 16 mit Versuchstieren durchgeführte Studien. Demnach hat die süsse Substanz eine ganze Reihe von Qualitäten, die sich auf die Wundheilung positiv auswirken: Honig hat antibakterielle Eigenschaften, die bestehende Infektionen lindern und die Wunde vor zusätzlichen Infektionen schützen können. Er wirkt leicht entzündungshemmend und fördert das Gewebewachstum, wodurch die Wunde gleichmässiger heilt und weniger Narben gebildet werden. Ausserdem werden verschmutzte Wunden durch eine Honigauflage gesäubert.

Molan merkt an, dass die Patienten der meisten Studien wussten, ob sie in die mit Honig behandelte Studiengruppe oder die Kontrollgruppe eingeteilt worden waren. So genannte Doppelblindstudien, bei denen weder Arzt noch Patient wissen, bei wem der zu untersuchende Wirkstoff zum Einsatz kommt oder nicht, seien mit Honig kaum möglich, da das Naturprodukt eine sehr leicht erkennbare Substanz ist.

Trotz seiner vielen positiven Eigenschaften wird Honig als Wundpflegemittel bisher kaum akzeptiert. Das könnte sich jedoch bald ändern, da Honig in steriler Form mittlerweile in einigen zugelassenen Wundpflegeprodukten zu finden ist. Mediziner sollten sich daher künftig verstärkt mit der Möglichkeit von Honig in der Wundpflege befassen, merkt Molan an.

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