Gesundheit, Wellness, Medizin

Schätzungsweise 35 bis 50 Millionen Amerikaner erwischt es jedes Jahr zwischen November und März. Kinder bekommen sie sogar zwei bis drei mal so oft wie Erwachsene und sorgen für ihre Verbreitung. Auch wenn sich die meisten von ihren Auswirkungen bald erholen, so ist doch gerade für immungeschwächte Menschen die Gefahr nicht zu unterschätzen – die Gefahr, sich mit Grippe-Viren zu infizieren.

A/Sydney war bereits während der Grippesaison 1997/98 das meist verbreitete aber auch das am meisten unterschätzte Grippe-Virus. Ein Nasenspray, welches eigentlich als Impfstoff gegen drei andere Formen von Influenza-Viren entwickelt wurde, hat sich schliesslich auch gegen den gefürchteten Stamm A/Sydney bewährt. Die umfassende Schutzwirkung konnte im zweiten Jahr einer Studie des National Institute of Allergy an Infectious Diseases (NIAID) nachgewiesen werden. Über die Details dieser Studie wird in der Februar-Ausgabe des Journal of Pediatrics berichtet.

„Die Studie gab uns die unerwartete Gelegenheit, zu überprüfen, wie dieser Impfstoff gegen einen Influenza-Stamm seine Wirksamkeit entfalten kann, der über einen besonderen Abwehrmechanismus verfügt, den sogenannten `antigenic drift´,“ sagt Linda Lambert, Mitarbeiterin beim Influenza Programm des NIAID. „Dabei erfolgen spontane Veränderungen an den Virusproteinen, die entscheidend für den Ausbruch der Krankheit sind,“ erklärt sie. „Noch immer hält sich das getestete Nasenspray ausgesprochen gut in diesem natürlichen Experiment.“

An der Studie waren 1358 Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren beteiligt. Jedem Teilnehmer wurde während der Grippe-Periode 1996/97 entweder das Medikament FluMistâ„¢ oder ein Placebo verabreicht. Bei FluMistâ„¢ handelt es sich um ein abgeschwächtes Grippevirus, dass nur bei Temperaturen zur Wirkung kommt, die weit unterhalb der feuchtwarmen Bronchientemperatur liegen. Die kühle Nasenpartie liefert deshalb den idealen Ort, um das Virus zu kultivieren und damit das körpereigene Immunsystem zu aktivieren. Zur Saison 97/98 wurde die Impfung lediglich noch einmal aufgefrischt. Durch den Impfstoff auftretende Nebenwirkungen konnten nicht beobachtet werden.

Das Resultat konnte sich sehen lassen: Insgesamt traten während der Studie bei 71 Testkindern Grippe-Infektionen auf, von denen 66 durch den Stamm A/Sydney verursacht wurden. Nur 15 Kinder, die durch FluMistâ„¢ geschützt waren, konnten sich nicht gegen den Viren-Angriff wehren. Dennoch waren die Krankheitssymptome bei ihnen weniger stark ausgeprägt, als das bei den ungeschützten Patienten der Fall war; kürzere Fieberdauer, weniger häufige Mittelohrentzündungen und keine Erkrankungen der unteren Atemwege erleichterte den kleinen Kranken die Genesung, verglichen mit den 51 Placebo-Empfängern, die von keinem der beschriebenen Symptome verschont blieben.

Die Ergebnisse des ersten Studien-Jahres zur Grippe-Saison 1996/97 bestätigten in 93 Prozent aller Fälle die volle Wirksamkeit des Impfstoffes. Auch im zweiten Jahr ergaben sich kaum Abweichungen von den Vorjahres-Ergebnissen. Vielmehr konnte nun ausserdem eine 94-prozentige Schutzwirkung vor grippebedingter Mittelohrentzündung nachgewiesen werden. Und handelt es sich dabei nicht um die Erkrankung, die Kleinkinder am häufigsten zum Kinderarzt führt?

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