Gefährlicher Speckgürtel

Fettzellen an der Taille rufen indirekt Entzündungen hervor und fördern damit Herzkrankheiten

US-Forscher haben eine Erklärung gefunden, warum Fettpolster um Taille und Bauch das Risiko für Arterienverkalkung und Herzkreislauferkrankungen erhöhen: Das Fett produziert Eiweissstoffe, die Entzündungen hervorrufen und damit eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Beschwerden spielen könnten, legen ihre Untersuchungen nahe. Zudem bringt das Unterhautfettgewebe weniger schützende Proteine hervor. Tongjian You von der Wake-Forest-Universität in Winston-Salem und ihre Kollegen stellen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift American Journal of Physiology “ Endocrinology and Metabolism vor (Bd. 288, S. E741).

Hintergrund der Studie ist eine relativ neue Theorie, nach der Fett regelrecht als ein Organ angesehen wird, das Eiweissstoffe und Hormone produziert, die wiederum Stoffwechsel und Gesundheit beeinflussen. Die Forscher untersuchten, ob entzündliche Proteine mit bestimmten Risikofaktoren für Herzkrankheiten “ wie etwa Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte oder der Reaktion des Körpers auf Insulin “ in Verbindung gebracht werden können.

Sie testeten die Auswirkungen solcher schädlichen Eiweisse bei 20 übergewichtigen oder fettleibigen Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren, die einen Taillenumfang von mindestens 89 Zentimetern hatten. Ausserdem überprüften sie zwei schützende Eiweisse: Leptin, welches den Energiestoffwechsel positiv beeinflusst, und Adiponectin, das antientzündliche Eigenschaften besitzt. Die Forscher nahmen dazu kleine Proben aus dem Unterhautfettgewebe und analysierten, welche Mengen der verschiedenen Proteine im Fett produziert wurden.

Höhere Mengen zweier entzündlicher Proteine gingen bei drei Viertel der Frauen mit einer verringerten Empfindlichkeit für Insulin einher und damit auch mit einer reduzierten Fähigkeit, Glukose zu verarbeiten. Höhere Mengen des schützenden Adiponectins bewirkten dagegen genau das Gegenteil. Acht der Probandinnen, die ausser dem Übergewicht noch mehrere andere Risikofaktoren für Herzkrankheiten wie hohe Bluttfettwerte und Bluthochdruck zeigten, hatten zudem um etwa ein Drittel geringere Werte dieses Schutzproteins. „Das legt nahe, dass eine verringerte Produktion von Adiponectin im Unterhautfettgewebe mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten zusammenhängt“, erklärt You.

Weitere Infos finden Sie hier …

Teilen Sie das auf:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.