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Amphibienhäute enthalten antimikrobielle Substanzen, die die Virenausbreitung hemmen

Abwehrsubstanzen aus der Haut von Fröschen können eine Infektion mit HIV verhindern. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Die Eiweissstoffe unterbinden dabei ein Eindringen des Virus in seine Zielzellen und zerstören die Hülle der Viren.

Die Haut von Amphibien wie Fröschen und Kröten enthält eine Reihe von breit wirksamen Abwehrsubstanzen, die antimikrobiell wirken und auch Viren abwehren können. Sie bilden damit einen wesentlichen Bestandteil des Immunsystems dieser Tiere. Die Wissenschaftler testeten 14 dieser Substanzen auf ihre Wirksamkeit gegen eine HIV-Infektion. Dabei untersuchten sie speziell die Übertragung des HIV von so genannten Dendritischen Zellen, die eine Schlüsselrolle beim Erkennen von Krankheitserregern spielen, auf andere Zellen der Immunabwehr wie etwa die T-Zellen. Bei einer Infektion heften sich spezielle Oberflächenstrukturen des Virus an bestimmte Rezeptoren dieser Immunzellen. Die Viren können sich dann in diesen vermehren und gelangen über die Blutbahn in den ganzen Körper.

Drei der getesteten Amphibien-Abwehrstoffe, auch antimikrobielle Peptide genannt, konnten das Virus innerhalb von Minuten erfolgreich abwehren. Auch wenn Dendritische Zellen noch acht Stunden nach der HIV-Aufnahme mit den Peptiden aus der Amphibienhaut in Berührung kamen, wurde eine weitere Ausbreitung des Virus abgewehrt. Die Forscher vermuten, dass die Peptide dabei die von den Dendritischen Zellen abgesonderten Viren angreifen, zerstören und dadurch an einer Weitergabe an die T-Zellen hindern.

Scott VanCompernolle (Vanderbilt-Universität, Nashville) et al.: Journal of Virology, Bd. 79, S. 11598

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