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Psychologen lieferten den Beweis, dass räumlich-visuelle Fähigkeiten und das räumlich-visuelle Arbeitsgedächtnis genauso gut als Indikatoren für die allgemeine Intelligenz herangezogen werden können wie sprachliche Fähigkeiten und das verbale Arbeitsgedächtnis. Bisher wurden bei der Bestimmung des IQ räumlich-visuelle Fähigkeiten kaum beachtet und erforscht. Der IQ wurde nur über die sprachlichen Fähigkeiten erörtert.

Amerikanische Wissenschaftler verschiedener Universitäten setzten das räumliche Sehvermögen und die ausführende Funktion des Gehirnes, also die kontrollierende zentrale Exekutive, die wahrscheinlich der Intelligenz zugrunde liegt, zueinander in Bezug. Die Ergebnisse der Studie erscheinen in der Dezemberausgabe des Journal of Experimental Psychology – General (Vol. 130, No. 4, Seite 600).

Ein Team von fünf Psychologen aus den USA haben 167 Versuchsteilnehmer mit einer Vielfalt von Aufgaben getestet. Damit wollten sie die Beziehungen der räumlich-visuellen Fähigkeiten – Fähigkeiten, mit denen man durch räumliches Wahrnehmen und Vorstellen Probleme lösen kann, des räumlich-visuellen Arbeitsgedächtnisses – die Fähigkeit, dazugehörige räumlich-visuelle Informationen zeitweilig zu speichern, und des ausführenden Funktionierens – die Aufsichts- oder Regulativfunktionen des Gehirnes – erkennen.

Teilnehmer, die komplexe räumlich-visuelle Aufgaben gut lösen konnten, zeigten auch eine bessere Leistung bei der Ausführung von exekutiven Funktionsaufgaben. Das sind Aufgaben, bei denen mehrere verschiedene Aufgaben koordiniert werden müssen oder verschiedene Ziele und Unterziele bewältigt werden, sowie impulsive Antworten bewusst zu umgehen und automatische, aber falsche Antworten zu hemmen. Psychologen setzten das exekutive Funktionieren, welches entscheidend für die Regulation und die Kontrolle des Verhaltens ist, mit der Intelligenz in Verbindung. Gemäss den Ergebnissen der Studie ist also auch die räumlich-visuelle Wahrnehmung mit der allgemeinen Intelligenz verbunden.

„Traditionelle IQ-Tests haben sich bisher mehr auf mündlich orientierte Fähigkeiten konzentriert als auf räumlich-visuelle“, sagt der Hauptverfasser des Artikels, Akira Miyake, von der University of Colorado in Boulder. „Ein Verstehen der Natur der räumlich-visuellen Fähigkeiten und ihrer Beziehungen zur allgemeiner Intelligenz sollte zu gerechteren und umfassenderen Intelligenztest beitragen.“

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