Gesundheit, Wellness, Medizin

Glatzen sind für Männer eines der heikelsten Themen. Wenn der Kopf kahl wird, verlieren viele ihr Selbstbewusstsein. Doch unfreiwilligen Glatzenträgern kann möglicherweise bald geholfen werden. Wissenschaftler des Freiburger Max-Planck-Institutes haben nach eigenen Angaben das Gen entdeckt, das für den Haarwuchs verantwortlich ist. Der Immunbiologe Thomas Boehm sagt, das Problem kahler Köpfe sei bald zu lösen. Denn die Forscher wollen proteinhaltige Cremes und Shampoos auf den Markt bringen, die gegen den Haarausfall eingesetzt werden können.

Die Wissenschaftler haben das Haar-Gen eher zufällig entdeckt. Versuche mit Nacktmäusen führten dazu, dass das für den Haarwuchs verantwortliche Gen entschlüsselt wurde. Damit ist es nun möglich, Glatzenbildung, unter der vornehmlich Männer leiden, auf medizinischem Wege zu stoppen. Die Immunbiologen wollen künftig in die Steuerung jener Gene eingreifen, die für die Bildung von Keratin zuständig sind. Das Protein Keratin ist Hauptbestandteil der Haare und zugleich Motor des Haarwuchstums. Ziel der Freiburger Experten ist es, rezeptfreie Mittel gegen Kahlköpfigkeit auf den Markt zu bringen. Nach Angaben der Wissenschaftler sind die Haarwuchsmittel, die derzeit verkauft werden, entweder wirkungslos oder haben unangenehme Nebenwirkungen. Dennoch bilden sie einen milliardenschweren Markt. Weltweit erwirtschaften die Pharma-Konzerne einen Umsatz von jährlich 500 Millionen US-Dollar mit den Anti- Glatzen-Mitteln.

Nur wenn das Gen erkannt ist, kann der Haarwuchs mit Proteinen beschleunigt werden, sagt Boehm. Das von ihm entwickelte Mittel dringt bis zur Haarwurzel vor und greift dort in das Geschehen ein. Durch eine Manipulation der Gene können Männer, die unter ihrer Glatze leiden, wieder auf ein volles Haupthaar hoffen. Das Mittel funktioniere aber auch bei Krebspatienten, die während der Chemotherapie ihre Haare verloren haben. Und auch Frauen mit üppigem Bartwuchs soll geholfen werden.

Boehm und seine Kollegen haben sich alle Rechte an ihrer Entdeckung gesichert. Denn das Mittel gegen Glatzen dürfte, wenn es funktioniert, zum Verkaufsschlager werden. Die an dem Projekt beteiligten Wissenschaftler denken nun darüber nach, ihre Erkenntnisse den Millionen Glatzenträgern in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Sie wollen ein Unternehmen zur Herstellung von haarwuchsfördernden Mitteln gründen. Als Standorte sind Heidelberg und Freiburg im Gespräch. Auf den Markt kommen soll das Mittel frühestens im Jahre 2005. Das Proteinprodukt hat nach Angaben Boehms keine Nebenwirkungen, weil nicht wie bisher in den Hormonhaushalt der Menschen eingegriffen werde.

„Diese Entdeckung ist ein Meilenstein in der Forschung“, sagt Boehms Kollege Thomas Schalke. Entschlüsselt wurde das Gen bereits vor sechs Jahren. Doch bevor das Ergebnis nun veröffentlicht wurde, prüften die Wissenschaftler das Resultat in zahlreichen Experimenten nach. Als Beweis kann das Freiburger Institut eine lebende Nacktmaus präsentieren. Das Tier, dessen Artgenossen durch einen angeborenen Genfehler nackt durch das Leben laufen, ist am ganzen Körper behaart. Was bei der Maus funktioniert, kann auch bei Männern auf der hohen Stirn klappen, sagen die Immunbiologen.

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