Ein Toast auf die schlanke Linie!

Forscher finden Zusammenhang zwischen moderatem Alkoholkonsum und verringertem Übergewichtsrisiko

Wer ein- oder zweimal wöchentlich ein Glas Wein trinkt, bewahrt sich damit statistisch gesehen eine schlanke Linie: Nach Ergebnissen zweier amerikanischer Forscher verringert der regelmässige Konsum von kleinen Mengen Alkohol das Risiko für Fettleibigkeit. Zu diesem Schluss gelangten die Wissenschaftler bei der Auswertung der Gesundheitsdaten von mehr als 8.000 erwachsenen Nichtrauchern. Diejenigen, die regelmässig Alkohol in Massen zu sich nahmen, hatten ein geringeres Risiko für Übergewicht als Abstinenzler oder starke Trinker. Wie Alkohol vor übermässiger Gewichtszunahme schützen kann, sei bislang aber noch unklar, sagen die Forscher.

Die analysierten Daten waren zwischen 1988 und 1994 im Rahmen einer umfassenden Untersuchung zum Thema Gesundheit und Ernährung in den Vereinigten Staaten gesammelt worden. Die Ermittlung des Body-Mass-Index (BMI) der einzelnen Teilnehmer hatte dabei ergeben, dass mehr als 31 Prozent übergewichtig und knapp 22 Prozent fettsüchtig waren. Alle Teilnehmer hatten ausserdem einen Fragebogen ausgefüllt, in dem es beispielsweise um die Häufigkeit des Alkoholkonsums, die durchschnittliche Menge an konsumierten Drinks pro Tag und Woche sowie um mögliche Trinkexzesse ging.

Bei der Auswertung der Fragebögen ordneten die Forscher die einzelnen Teilnehmer einer von drei Kategorien zu: Ausser den „Nichttrinkern“ gab es die „Aktuellen Trinker“, die im Durchschnitt mindestens einen Drink im Monat, aber weniger als fünf pro Woche konsumierten. Im Unterschied dazu bezeichneten die Forscher Teilnehmer, die täglich vier oder mehr alkoholische Getränke zu sich nahmen, als „Schwere Trinker“. Beim Vergleich mit dem BMI der Teilnehmer fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen geringem bis mässigem Alkoholkonsum und einem verringerten Risiko für Übergewicht und Fettsucht. Demgegenüber erhöhte der Genuss von vier oder mehr alkoholischen Getränken pro Tag das Risiko für Fettsucht um 46 Prozent.

Wie moderater Alkoholkonsum vor starkem Übergewicht schützen kann, können die Wissenschaftler bislang nicht erklären. Auch ob der Alkohol tatsächlich der ausschlaggebende Faktor ist oder ob andere Einflüsse die Schlüsselrolle spielen, ist noch unklar. Nichtsdestotrotz sollten Menschen, die gelegentlich Alkohol trinken, nicht zu völliger Enthaltsamkeit angehalten werden, kommentieren die Forscher. Andererseits würden die gefundenen Ergebnisse aber keine Empfehlung für Abstinenzler darstellen, zur Gewichtsabnahme mit dem Konsum von Alkohol zu beginnen.

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