Ein starkes Herz. Für ein aktives Leben

Regelmässige Bewegung ist gesund, besonders ein Ausdauertraining verlängert das Leben, schützt vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Das ist seit über 20 Jahren wissenschaftlich belegt. Im Gegensatz zum Ausdauertraining war Krafttraining im Rahmen eines gesundheitlich orientierten Trainings lange Tabu. Mittlerweile ist es längst etabliert “ auch im Gesundheitssport.

Heute ist Krafttraining fester Bestandteil jeglicher Form gesundheitlich und rehabilitativ ausgerichteten Fitnesstrainings.

Gerade bei Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems betrachtete man Krafttraining bis vor wenigen Jahren als kontraproduktiv oder sogar als gefährlich. Der Grund dafür lag in der Tatsache, dass während eines Krafttrainings der Blutdruck zu sehr ansteigt, was für Herzpatienten ein Risiko birgt. Erst später stellten Wissenschaftler fest, dass das Ausmass der Blutdruckerhöhung entscheidend von der Art der Kraftbelastung abhängt. Für Herzpatienten gefährlich hohe Blutdruckwerte fanden sie lediglich bei isometrischen Belastungsformen mit höchstem Krafteinsatz. Bei einem Training ohne Pressatmung und mit relativ leichten Gewichten bei gleichzeitig hoher Wiederholungsanzahl blieb der Blutdruck jedoch auch für Herzpatienten im akzeptablen Rahmen.

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Weitere Vorbehalte sahen Mediziner darin, dass Krafttraining vermeintlich zu einer ungünstigen Cholesterin-Konstellation führt. In Untersuchungen über die Effekte sportlicher Aktivitäten auf die Cholesterin-Konzentration hatten sie beim Krafttraining einen deutlichen Anstieg des „bösen“, gefässaggressiven LDL-Cholesterins festgestellt. Dahingegen war der Wert des „guten“ HDL-Cholesterins, welches das Herz-Kreislauf-System schützt, deutlich gesunken. Im Rückblick ist dieser Effekt allerdings einfach zu erklären: Ein Teil der Probanden hatte zur Förderung des Muskelwachstums Anabolika eingenommen. Deren Nebenwirkung, die erhebliche Veränderung des Cholesterin-Profils, ist inzwischen längst bekannt.

Nachdem diese Fehleinschätzungen ausgeräumt waren, hat sich die Einstellung der Sportwissenschaftler und Mediziner zum Krafttraining erheblich gewandelt. Deutlich wird dies bei einem Blick in die „Guidelines“ des American College of Sports Medicine. Ist in der Ausgabe von 1982 mit keinem Wort von Krafttraining die Rede, empfehlen die Richtlinien 1998 Krafttraining als elementaren Bestandteil eines präventiven Fitnesstrainings.

Es kräftigt nicht nur die Muskulatur und lindert damit eine grosse Anzahl von Beschwerden am Bewegungsapparat. Da die Muskulatur mehr Energie umsetzt als Fettgewebe, unterstützt die Zunahme aktiver Körpermasse auch eine angestrebte Gewichtsreduktion. Nicht zuletzt verbessert Krafttraining den Stoffwechsel und reduziert damit die Risikofaktoren, die dazu beitragen, dass koronare Herzkrankheiten entstehen.

Aus: Reflex 14 (Kieser Training), April 2006
www.kieser-training.com

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