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Forscher empfehlen, für kurze Zeit auch ungeschützt in die Sonne zu gehen, um den Vitamin D-Spiegel zu erhöhen

Ein kurzer Aufenthalt in der Sonne über Mittag ist gar nicht so ungesund, wie bisher vermutet wurde: Wird der Körper 10 bis 15 Minuten lang ungeschützt der Sonne ausgesetzt, kann er am meisten Vitamin D produzieren. Das hat Ann Webb von der Universität von Manchester gemeinsam mit norwegischen Wissenschaftlern herausgefunden. Die Forscher haben ein Computerprogramm entwickelt, das die Tageszeiten berechnet, während derer die Produktion von Vitamin D am stärksten ist.

Das Programm berechnet nicht nur, wann der beste Zeitpunkt für ein Sonnenbad ist, sondern auch, wie lange der Aufenthalt an der Sonne ohne Sonnenschutz dauern sollte, damit der Körper möglichst viel Vitamin D produziert. Dabei stützt sich das Computerprogramm auf weltweite Daten über die UV-Strahlung und berechnet für jede Jahres- und Tageszeit sowie für jeden Breitengrad den Zeitpunkt und die Dauer eines Sonnenbades zur optimalen Produktion von Vitamin D. So sollten am 30. Mai zum Beispiel Bewohner von Manchester zehn Minuten lang über Mittag an die Sonne, Athener hingegen sollten dagegen nur 6,5 Minuten lang ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein. „Am Mittag steht die Sonne am höchsten und es gibt eine erhöhte UV-B-Strahlung, welche die Bildung von Vitamin D in der Haut anregt“, erklärt Webb dieses Ergebnis.

Vitamin D wird entweder über die Nahrung aufgenommen oder die Haut produziert es mithilfe des Sonnenlichts selbst. Doch in den Lebensmitteln sei heute zu wenig von diesem lebensnotwendigen Vitamin enthalten und die körpereigene Produktion deshalb sehr wichtig, sagen die Forscher. Trotzdem warnen Webb und ihre Kollegen auch vor den Gefahren eines Sonnenbrandes. „Die Haut sollte, nachdem sie einige Minuten ohne Sonnenschutz der Sonne ausgesetzt war, bedeckt oder mit Sonnencréme eingerieben werden.“

Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus der Nahrung und ist für die Bildung der Knochen und Zähne notwendig. Bei Kindern führt ein Mangel an Vitamin D zu Rachitis, eine Krankheit, die eine Knochen- und Rückgratverkrümmung zur Folge hat. Erwachsene ohne genügend Vitamin D leiden häufig unter der Osteoporose, bei der ein übermässiger Abbau der Knochensubstanz stattfindet. Neuste Forschungen lassen zudem vermuten, dass Vitamin D auch das Risiko für Darm-, Brust- und Prostatakrebs senkt.

Mitteilung der Universität Manchester.
ddp/wissenschaft.de “ Katharina Schöbi

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