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Depressionen können sich von Generation zu Generation verstärken

Die Neigung zu Depressionen wird nicht nur über mehrere Generationen weitervererbt, sondern kann sich auch in jeder neuen Generation verstärken. Das haben amerikanische Forscher herausgefunden, als sie mehrere Familien über drei Generationen hinweg beobachteten. Demnach ist das Risiko für Depressionen und andere psychische Störungen bei Kindern, deren Eltern und Grosseltern ebenfalls unter Depressionen leiden, mehr als doppelt so hoch wie bei Kindern ohne Depressionen in der Familie. Auch setzt die Krankheit in der dritten Generation deutlich früher ein als in der ersten oder zweiten, schreiben Myrna Weissman von der Columbia-Universität in New York und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift Archives of General Psychiatry (Bd. 62, S. 29).

Die Forscher begannen ihre Studie 1982 mit der Untersuchung von 47 Freiwilligen, die unter Depressionen in verschiedener Ausprägung litten. Deren 86 Kinder wurden ebenfalls immer wieder auf psychische Störungen untersucht. Mittlerweile haben diese Kinder selbst insgesamt 186 Kinder, deren Durchschnittsalter momentan bei 12 Jahren liegt.

Schon bei den Kindern der ersten Generation stellten die Wissenschaftler fest, dass psychische Störungen nicht nur häufiger auftraten als bei Kindern gesunder Eltern, sondern dass sie auch früher begannen. So lag das Durchschnittsalter, in dem die erste depressive Phase auftrat, bei der Kontrollgruppe zwischen 16 und 17 Jahren, während es bei den Kindern depressiver Eltern zwischen 12 und 13 Jahren lag. Noch ausgeprägter ist dieses frühere Einsetzen der Krankheit bei den Enkeln der ursprünglichen Gruppe, schreiben die Forscher: Bereits jetzt schon traten bei 60 Prozent der Kinder der dritten Generation psychische Störungen auf, obwohl ein Grossteil noch nicht einmal in der Pubertät ist.

Die Studie zeigt nach Ansicht der Forscher zum ersten Mal, dass sich vererbte Depressionen von Generation zu Generation verstärken können. Sie empfehlen, die psychische Gesundheit von Kindern, bei denen sowohl Eltern als auch Grosseltern betroffen sind, besonders aufmerksam zu beobachten. Speziell Angststörungen, die bereits vor der Pubertät auftraten, hätten sich als ein deutliches Frühzeichen für spätere Depressionen erwiesen, schreiben Weissman und ihre Kollegen.

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