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Eine häufig verschriebene Medikamentgruppe gegen zu hohen Cholesterinspiegel zeigt eindrucksvolle Wirkung auch gegen Osteoporose, berichten US-Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Science. Die sogenannten Statine regen bei Ratten und Mäusen das Knochenwachstum an. Damit eröffnet sich eine ganz neue Vorgehensweise gegen Osteoporose: Bisher versuchen Therapien, den Abbau der Knochenmasse durch die Krankheit zu verlangsamen oder zu stoppen “ in Zukunft könnte man verlorenes Knochenmaterial durch neugebildetes ersetzen, hoffen die Forscher. „Hoffentlich wird dies die Pharmafirmen animieren, die Statin-Medikamente in ihren Regalen näher zu betrachten und klinische Studien durchzuführen“, so Gregory Mundy von der Firma Osteoscreen, Hauptautor der Studie.

In Zusammenarbeit mit Stephen Harris vom University of Texas Health Science Center und Brendan Boyce vom dortigen Department of Pathology entdeckte Mundys Team die knochenbildende Wirkung der Statine in einer Untersuchung von über 30.000 Wirkstoffen. Die Forscher waren auf der Suche nach Molekülen zur Aktivierung eines Gens, dessen Protein die Knochenbildung fördert. Die Statine bewirkten als einzige eine deutliche Erhöhung der Werte des Knochenbildungsproteins. Sie stimulieren in der Zellkultur die Produktion von Osteoblasten, jener Zellen, die auf Bildung von Knochengewebe spezialisiert sind. Bei Versuchen an Mäusen kam es zu neuem Knochenwachstum zwischen 39 bis 94 Prozent, sowohl bei direkter Injektion der Statine in den Knochen als auch bei oraler Gabe des Wirkstoffes. Allerdings, so Mundy, müssen klinische Studien erst ergeben, ob die Wirkung bei Menschen ähnlich dramatisch ist. Üblicherweise werden diese Medikamente verschrieben, um ein Enzym zur Verstoffwechselung von Fetten in der Leber zu blockieren und damit den Cholesterinspiegel der Patienten niedrig zu halten. Damit senken sie das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und generell für Arteriosklerose. Wirkstoffe wie Lovastatin, Pravastatin oder Simvastatin zeigen dabei wenige Nebenwirkungen.

Osteoporose betrifft rund um den Globus bis zu 100 Millionen Menschen, besonders gefährdet sind Frauen nach der Menopause. Die Knochen der Betroffenen verlieren wichtige Mineralien wie Phosphor und Kalzium und damit bis zu 60 Prozent der Knochenmasse, sie werden dünn und brüchig. Stauchungen in der Wirbelsäule und Brüche der Hüftknochen sind die häufigste Folgeerscheinung derKrankheit.

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