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Schmerzreflexe sind nicht angeboren, sondern werden in einem frühen Stadium der Entwicklung gelernt. Das legen Experimente an neugeborenen Ratten nahe. Bereits leichte Berührungen reichen für diesen Lerneffekt aus, haben schwedische Forscher herausgefunden. Über die Ergebnisse berichtet Alexandra Waldenstrom von der Universität in Lund in ihrer Doktorarbeit.

Die Ratten, die extrem kurzen, schmerzvollen Hitzereizen ausgesetzt wurden, lernten ab dem Alter von zehn Tagen, ihren Schwanz vor den unangenehmen Reizen zurückzuziehen. Doch auch wenn der Schwanz der Ratten betäubt wurde, reagierten sie später auf Schmerzreize. Die Betäubung bewirkte, dass die Rattenbabys zwar noch Berührungen, aber keinen Schmerz mehr empfinden konnten.

Die richtige Reaktion auf Schmerz wird offensichtlich in einer bestimmten Entwicklungsphase gelernt, schlossen die Wissenschaftler. Das Entwicklungsstadium einer zehn Tage alten Ratte entspricht dabei einem menschlichen Embryo im Alter von zehn bis dreissig Wochen. Bei diesem reichen vermutlich schon leichte Berührungsreize aus, um das noch unentwickelte Schmerzsystem zu stimulieren, vermutet Jens Schouenborg, Leiter des Forscherteams an der Universität in Lund.

Die Ergebnisse könnten auch bedeuten, dass Störungen in einer sensiblen Phase der Entwicklung verhindern, dass die schützenden Reflexe gelernt werden. Daher sollten zum Beispiel frühgeborene Kinder nicht vor Berührungen geschützt werden.

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