Gesundheit, Wellness, Medizin

Neues Material soll Mikroben schnell und einfach sichtbar machen

Mit einem speziellen Wischtuch können bald Bakterien, Viren oder andere gefährliche Substanzen aufgespürt und identifiziert werden. Das hoffen amerikanische Wissenschafter, die an einem entsprechenden Verfahren arbeiten. Kernstück des Tuchs sind Antikörper, die auf verschiedene Krankheitserreger und Substanzen reagieren und so anzeigen, ob die behandelte Oberfläche mit den jeweiligen Keimen oder Chemikalien belastet ist.

Grundlage des Wischtuchs sind Gewebefasern, die mit einem Durchmesser von 0,1 bis zwei tausendstel Millimetern mehr als 40mal feiner sind als ein menschliches Haar. Das Gewebe ist mit einer Schicht aus Substanzen versehen, die Antikörper gegen bestimmte Erreger oder gesundheitsgefährdende Stoffe bilden. Das Gewebe kann sowohl zu Vlies-Wischtüchern als auch zu Wattestäbchen verarbeitet werden und reagiert den Wissenschaftlern zufolge wie ein Schwamm: Hält man es in eine Flüssigkeit oder wischt man mit ihm über eine Oberfläche, klammern sich die Antikörper an die Bakterien, Viren oder gefährlichen Substanzen, auf die sie spezialisiert sind.

In einem Fleischverpackungsbetrieb zum Beispiel könnten mit dem Wischtuch daher die Produkte oder Arbeitsoberflächen rasch und einfach auf schädliche Kolibakterien überprüft werden, so die Forscher. Sind gefährliche Organismen vorhanden, können die betroffenen Stellen gereinigt und anschliessend erneut getestet werden.

Die biologisch abbaubaren Wischtücher seien preisgünstig und selbst für Laien einfach anzuwenden, erklären die Wissenschaftler. Zudem können sie je nach den verwendeten Antikörpern zum Nachweis verschiedener Substanzen angewendet werden. Bevor die Tücher jedoch auf den Markt kommen, seien weitere Verbesserungen nötig. So soll etwa ein typischer Farbumschlag in Zukunft die Identifikation der Mikroben noch einfacher machen. Die Tücher könnten in Nahrungsmittelbetrieben, Krankenhäusern, Flugzeugen oder anderen oft kontaminierten Bereichen eingesetzt werden.

Margaret Frey (Cornell-Universität, Ithaca) et al.: Beitrag auf der Jahrestagung der American Chemical Society, San Francisco


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