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In Babynahrung können zum Teil Besorgnis erregende Mengen an Krankheitserregern enthalten sein. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam der Nottingham Trent University http://www.ntu.ac.uk. In einigen untersuchten Packungen fand sich sogar Enterobakter Sakazakii, der in einigen Kinderspitälern in den USA und Europa zu Ausbrüchen von Meningitis geführt und einigen Kindern das Leben gekostet hat. Wie der NewScientist http://www.newscientist.com berichtet, ist diese Studie die erste, die neben Ersatzmilchprodukten auch Babynahrung wie Brei untersucht und das Bakterium dort nachgewiesen hat.
Meningitis ausgelöst durch Babynahrung tritt zwar selten auf, die Sterberate liegt jedoch bei bis zu einem Drittel. Besonders gefährdet sind Frühchen und Babys mit einem geschwächten Immunsystem. Auch wenn Babys die Infektion überleben, ist mit Langzeitproblemen wie Gehirnschäden zu rechnen. „Nur wenige erholen sich komplett“, sagte Carol Iversen, die das Bakterium untersucht.
Iversen und ihre Kollegen haben über 200 Proben von 110 verschiedenen Produkten entnommen und diese auf verschiedene Bakterien hingehend untersucht. Acht von 82 Babymilchprodukten und zwölf von 49 Breiprodukten wiesen Magen-Darm-Bakterien auf. Dreizehn der gefundenen Bakterien gehören zur Gruppe der Enterobacteriaceae. Das sind Bakterien, die man oft mit Krankheiten in Verbindung setzt, die man sich im Krankenhaus holen kann.
Die Hersteller von Babynahrung legen sich nicht darauf fest, dass ihre Produkte steril sind. Es sind viel eher Eltern und Krankenschwestern, die davon ausgehen, dass Babynahrung keine Gefahren in sich birgt. Insgesamt wurden für die Studie Produkte aus sieben europäischen Staaten, den USA, Südkorea und Südafrika untersucht.
Eine weitere Studie hat untersucht, wie schnell das Bakterienwachstum in Babynahrung vor sich geht und wie man am besten die Sicherheit ebendieser gewährleisten kann. Das Forscherteam hat herausgefunden, dass sich die Bakterienanzahl in Babynahrung im Kühlschrank in zehn Stunden verdoppelt. Ohne Kühlung verdoppelte sich die Bakterienanzahl bereits nach 30 Minuten. Das bedeutet, dass ein Produkt, das über Nacht draussen steht, dem Baby am nächsten Tag gefährlich werden kann. Es soll daher auch vermieden werden, Babynahrung im Vorhinein vorzubereiten.
2001 war im US-Bundesstaat Tennessee ein Baby einer Frühchenstation an Meningitis gestorben, acht waren infiziert. Das Center for Disease Control hat damals Ärzte dazu aufgerufen, Eltern vor Babymilchprodukten zu warnen. Der Hersteller hat daraufhin das Produkt zurückgerufen.

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