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Augenbewegungen verraten Neigung zum Alkoholismus
Menschen mit langsamen Augenbewegungen neigen zum Alkoholismus, behaupten amerikanische Forscher. Die Geschwindigkeit der Augenbewegungen und das individuelle Alkoholismus-Risiko könnten genetisch in einem Zusammenhang stehen, schreiben sie im Magazin „Alcoholism: Clinical & Experimental Research“.

In Familien mit Alkoholikern sind die sogenannten Sakkaden verlangsamt, berichten der Mediziner Sean O’Connor und seine Kollegen von der Staatsuniversität Indiana. Sakkaden heissen die schnellen Bewegungen der Augen beim Wechsel der Blickrichtung. Bei jedem Menschen haben die Sakkaden eine typische Geschwindigkeit, die nach Auffassung von Hirnforschern genetisch bedingt ist.

Auch die Veranlagung zum Alkoholismus wird nach Auffassung vieler Wissenschaftler vererbt. Bisher wurden allerdings noch nicht die dafür verantwortlichen Gene entdeckt. Daher suchen Mediziner nach körperlichen Merkmalen, die das Vorhandensein der gefährdenden Erbmoleküle in einem Individuum verraten.

Würden solche Merkmale identifiziert, könnten zum Beispiel Jugendliche auf ein eventuell bestehendes Risiko hingewiesen werden, erklärt O’Connors Kollege David Crabb. Die Sakkaden eignen sich nach Meinung des Mediziners als ein entsprechendes Identifikationsmittel.

Die Forscher fanden ausserdem, dass Sakkaden bei Risikopersonen auf typische Weise auf den Genuss von Alkohol reagieren: Zunächst ändern die Sakkaden wie bei jedem Menschen ihre Geschwindigkeit. Bei Risikopersonen kehren sie jedoch binnen kurzer Zeit wieder zu ihrer normalen Geschwindigkeit zurück. Offenbar reagiert der für die Blickwechsel verantwortliche Mechanismus im Gehirn bei gefährdeten Menschen weniger sensibel auf Alkohol, schreiben O’Connor und seine Kollegen.

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