Gesundheit, Wellness, Medizin

Die Proteinablagerungen im Hirn von Alzheimerkranken, oft als „Verkalkung“ bezeichnet, konnten US-Wissenschaftler erstmals in dreidimensionalen Bildern wiedergeben – ohne das Hirngewebe vorher in dünnste Scheiben zu schneiden und unter das Mikroskop zu legen.

Möglich machte das die Verbindung von hochauflösender Magnetresonanz-Mikroskopie (MRM) mit leistungsfähigen Computern. Damit ist ein erster Schritt getan, eines Tages solche Eiweiss-Ablagerungen im Hirn bereits zu Lebzeiten festzustellen und früh darauf reagieren zu können.

Auch Medikamente liessen sich mit dieser Technik besser testen, so die Wissenschaftler des Duke University Medical Center in North-Carolina: Bei gentechnisch veränderten Mäusen, in deren Hirne sich die Proteine verstärkt ablagern, könnte man direkt den Effekt neuer Behandlungen beobachten, wenn sie den „Verkalkungsprozess“ stoppen oder wieder rückgängig machen.

Auch eine derzeit zentrale Frage bei Alzheimer fände vielleicht eine Antwort: Sind die Ablagerungen die Ursache für die Krankheit, oder entstehen sie erst, nachdem das Hirn anderweitig geschädigt ist? „Wenn man die Ablagerungen beim Lebenden visualisieren kann und beobachtet, wie sie mit dem Verhalten in Wechselwirkung stehen, kann man die Frage nach Ursache und Wirkung beantworten“, so Helene Benveniste, Duke-Hirnforscherin und Hauptautorin der Untersuchung im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences.

Die MRM-Technologie ist eine verfeinerte Version der Kernspintomographie(MRI), wie sie in Krankenhäusern verwendet wird. Die Entwicklung der Duke-Wissenschaftler soll winzige Strukturen und Proben im Detail darstellen. Noch kann das Gerät aber nur kleine Gegenstände untersuchen, maximal in der Grösse von Mäusehirnen. Für die dreidimensionalen Bilder der Ablagerungen im Menschenhirn arbeiteten die Wissenschaftler mit Hirngewebe von Patienten, die einer schnellen Autopsie nach ihrem Tod zugestimmt hatten. Nur wenige Stunden nach dem Tod ist der chemische Aufbau in den Hirnzellen noch ähnlich wie zu Lebzeiten.

Benevistes Team entnahm zentimetergrosse Stücke des Hirns, in denen die Ablagerungen vermutet wurden. Mit Hilfe einer speziell entwickelten Magnetspule machten sie hunderte von Einzelaufnahmen der rotierenden Proben, die ein Computer zum hochauflösenden, dreidimensionalen Bild zusammenfügte. „In einem 3D-Bild sehen die Ablagerungen aus wie kleine runde Bälle, im Prinzip Abfall-Punkte, die im Raum schweben“, so Benveniste.

Weitere Infos finden Sie hier …


Fairvital Bioaktive Vitalstoffe | Vitalstoffe & Gesundheitsprodukte online kaufen | Fairvital

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.