Gesundheit, Wellness, Medizin

Kinder, die in der Schule ausreichend Wasser trinken, sind besser vor Übergewicht geschützt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung der Universität Bonn http://www.fke-do.de, die in der Zeitschrift Pediatrics veröffentlicht wurde. „Das Risiko für Übergewicht sinkt bei Kindern, wenn sie täglich während des Vormittags ein Glas Wasser trinken“, so Studienautorin Rebecca Muckelbauer im pressetext-Interview. Finanziert wurde die Studie vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz http://www.bmelv.de sowie vom Bundesverband der Gas- und Energiewirtschaft http://www.bdew.de .

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Für die Forschung wurden 3.000 Kinder im Alter zwischen sieben und neun Jahren aus Schulen ausgewählt, deren Besucher tendenziell niedrigen sozialen Schichten angehören. Diese sind häufiger von Übergewicht betroffen als Kinder aus gutem Elternhaus und reagieren selten auf Gesundheitsmaßnahmen. Bei einem Teil der Schulen installierte man zu Schulbeginn in der Aula einen Wasserspender und schenkte den Kindern jeweils eine Wasserflasche. In Begleitung zu dieser Maßnahme erklärten die Lehrer in kurzen Unterrichtseinheiten, welche Bedeutung das Wasser für den Körper hat.

Die Messung der Durchflussmenge der Wasserspender und die Erhebung per Fragebogen zeigten, dass an den Schulen mit Wasserspender am Ende des Schuljahrs jedes Kind durchschnittlich ein Glas Wasser mehr trank als an Schulen ohne Wasserspender. „Viele Kinder füllten ihre halbe-Liter-Flasche bereits vor Unterrichtsbeginn an und leerten sie während des Vormittags“, so Muckelbauer. Folgen dieser Maßnahme zeigten sich nach einem Jahr im Körpergewicht der Kinder. War der Anteil der übergewichtigen Kinder in beiden Gruppen anfangs gleich, stieg er bei den Schülern ohne zusätzlicher Wasserversorgung von 25,9 auf 27,8 Prozent an. In der Trinkgruppe blieb der Anteil unverändert.

„Diese Maßnahme ist keine Therapie, doch sie bremst die natürliche Tendenz der Kinder im Grundschulalter, übergewichtig zu werden“, so die Studienleiterin. Besonders erfreulich sei es, dass eine Zielgruppe angesprochen werden konnte, die sonst kaum zu Umstellungen individueller Ernährung bereit ist. Zudem hielt sich der Aufwand mit 13 Euro pro Kind und einmaligen 2.500 Euro pro Wasserspender in Grenzen. Dieser filterte das Leitungswasser und stellte es auf Wunsch mit oder ohne Kohlensäure zur Verfügung.


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