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Wo Brustkrebs seine Spuren hinterlässt

Eine Röntgenuntersuchung das Haars einer Frau könnte künftig bei der Früherkennung von Brustkrebs helfen. Das sagen australische Forscher nach Tests an 15 Frauen, bei denen die Krankheit bereits diagnostiziert worden war. Bei 12 von ihnen konnten die Wissenschaftler diese Diagnose mit Hilfe ihres Haartests bestätigen. Das Verfahren könnte als Ergänzung zu den bisher gängigen Tests wie beispielsweise der Mammographie eingesetzt werden.

Auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Brustkrebs und der inneren Struktur der Haare waren Wissenschaftler eines internationalen Forscherteams bereits vor einigen Jahren gestossen. Doch die Bemühungen, daraus einen aussagekräftigen Test zur Früherkennung der Krankheit zu entwickeln, waren bisher gescheitert, da sich die Ergebnisse in weiteren Studien nicht bestätigen liessen. Gary Corino und Peter French vom Unternehmen Fermiscan in Sydney konnten nun jedoch eine einheitliche Untersuchungsmethode entwickeln, die aussagekräftige Tests ermöglicht.

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Der Test arbeitet mit Röntgenstrahlen, die in einem Teilchenbeschleuniger erzeugt und auf die Probe gelenkt werden. Die einfallende Strahlung wird an den Molekülen der Probe gestreut und teilweise zurückgeworfen. Aus dem so entstehenden Beugungsmuster können Wissenschaftler auf die molekulare Struktur der Probe schliessen. Mit dieser sogenannten Röntgenbeugung fanden die australischen Forscher bei den Haaren von Frauen mit Brustkrebs ein bestimmtes Muster, das sich klar von dem gesunder Frauen unterschied. So konnten sie die Diagnose von 12 der 15 nachweislich erkrankten Frauen bestätigen.

Allerdings liefert der Test in zwei von zehn Fällen falsch positive Ergebnisse. Das bedeutet, dass bei gesunden Frauen fälschlicherweise die Erkrankung diagnostiziert wird. Der Test allein eigne sich daher nicht zur Früherkennung von Brustkrebs, betonen die Forscher, doch er könne eine gute Ergänzung zur heute schon praktizierten Mammographie sein. Diese produziere ebenfalls häufig falsch positive Ergebnisse, doch die Kombination beider Tests könnte die Zahl falscher Diagnosen drastisch senken, hoffen die Wissenschaftler. Warum der Krebs zu den beobachteten Veränderungen im molekularen Aufbau des Haars führt, wissen die Forscher jedoch bisher nicht.

New Scientist, 9. Februar, S. 27


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