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Krankheit schreitet bei Mäusen nach Niacininjektionen langsamer fort

Das B-Vitamin Niacin könnte helfen, die Langzeitfolgen von Multipler Sklerose zu vermindern. Darauf deuten die Ergebnisse amerikanischer Wissenschaftler aus einer Studie an Mäusen hin. Wurde den Tieren das Vitamin gespritzt, verlangsamte sich die für die Krankheit typische Zerstörung der Nervenzellen im Gehirn und damit auch das Einsetzen der charakteristischen Lähmungen. Die Behandlung wirkte dabei nicht nur in den ganz frühen Phasen der Krankheit, sondern auch dann, wenn schon deutliche Symptome zu erkennen waren. Die Forscher hoffen nun, dass sich das Vitamin auch beim Menschen als effektiv erweist.

Die Wissenschaftler verabreichten einigen ihrer Testmäuse tägliche Niacininjektionen und verglichen, wie die Krankheit bei diesen Tieren im Vergleich zu unbehandelten Mäusen fortschritt. Das Ergebnis: Bei den behandelten Mäusen verzögerte sich das Einsetzen der neurologischen Störungen, und sie entwickelten weniger ausgeprägte Behinderungen als die Kontrolltiere. Auch verhinderten die Vitaminspritzen die Entzündungen und die Schäden an der Nervenisolation, die bei Multipler Sklerose durch Angriffe des Immunsystems in Gehirn und Rückenmark entstehen.

Niacin wirkt, indem es im Körper die Menge einer Substanz namens NAD erhöht “ eine Verbindung, die bei fast allen Regenerationsprozessen im Körper eine wichtige Rolle spielt, erklären die Forscher. Je höher die NAD-Konzentration im Rückenmark der Mäuse war, desto besser waren ihre Nerven vor Schädigungen geschützt. Da Niacin im Gegensatz zu vielen anderen Substanzen leicht vom Blutkreislauf ins Gehirn gelangen kann und ausserdem bereits zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt wird, ist es nach Ansicht der Forscher der optimale Wirkstoff für den Einsatz beim Menschen. Allerdings müsse vor dem Beginn klinischer Studien getestet werden, ob die für die Behandlung nötigen hohen Dosen unerwünschte Nebeneffekte hervorrufen.

Multiple Sklerose ist gekennzeichnet durch Symptome wie Sehstörungen, Schmerzen, spastischen Lähmungen, Problemen beim Gehen und anderen Bewegungen sowie emotionalen und kognitiven Störungen. Bei den meisten Betroffenen verläuft die Krankheit zu Beginn in akuten Schüben, die jedoch mit der Zeit immer seltener werden. In späteren Phasen fehlen diese Schübe dann ganz und die Krankheit geht in ein chronisches, aber fortschreitendes Stadium über, in dem auch die meisten bleibenden Behinderungen auftreten. Während die meisten momentan verwendeten Medikamente in der akuten Phase angreifen, könnte Niacin auch im chronischen Stadium eingesetzt werden, glauben die Wissenschaftler.

Shinjiro Kaneko (Children’s Hospital, Boston) et al.: Journal of Neuroscience, Bd. 26, Nr. 38


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