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Die unangenehmen Gefühlsstörungen in den Beinen beim Restless-Legs-Syndrom gehen mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Herzprobleme einher. Das zeigt eine Studie amerikanischer Forscher mit mehr als 3.400 Freiwilligen. Je stärker die Symptome des Syndroms dabei ausgeprägt sind, desto höher steigt auch das Risiko, berichten die Wissenschaftler. Wie genau dieser Zusammenhang zustandekommt, können sie allerdings noch nicht sagen. Sie vermuten jedoch, dass die vom Restless-Legs-Syndrom verursachten Schlafstörungen die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen könnten.

Von den 3.433 Teilnehmern der Studie, deren Durchschnittsalter 68 Jahre betrug, litten knapp sieben Prozent der Frauen und etwa drei Prozent der Männer nach eigenen Angaben unter dem Restless-Legs-Syndrom. Zusätzlich war bei diesen Probanden die Häufigkeit von Durchblutungsproblemen der Herzkranzgefässe oder des Gehirns mehr als doppelt so hoch wie bei den restlichen Teilnehmern. Dieser Zusammenhang blieb auch dann bestehen, wenn Risikofaktoren wie Alter, Body-Mass-Index, Diabetes, Blutdruck, Cholesterinspiegel und Zigarettenkonsum eingerechnet wurden, berichten die Wissenschaftler.

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Am stärksten war die Verbindung vom Restless-Legs-Syndrom mit Herzkrankheiten oder Schlaganfällen bei denjenigen, bei denen die Symptome der Störung sehr stark oder sehr häufig waren, erklärt Studienleiter John Winkelman. Daraus könne jedoch nicht geschlossen werden, dass das Restless-Legs-Syndrom die Probleme mit dem Gefässsystem verursache. Vielmehr sei eine ganze Reihe von Erklärungen denkbar, die dem Zusammenhang zugrundeliegen könnten. So treten beispielsweise bei vielen Menschen mit dem Restless-Legs-Syndrom jede Nacht zwischen 200 und 300 unwillkürliche Bewegungen der Beine auf, von denen jede den Blutdruck und die Herzfrequenz verändert. Das allein könne schon ausreichen, um auf Dauer die Gefässprobleme zu verursachen, so Winkelman.

Das Restless-Legs-Syndrom ist durch Missempfindungen der Beine, seltener auch der Arme, gekennzeichnet, die von einem Krabbeln bis zu Schmerzen reichen können. Die Symptome treten vor allem in Ruhephasen und nachts auf. Bewegung verschafft den Betroffenen kurzzeitig Linderung, sie muss jedoch ständig wiederholt werden. Wie genau das Syndrom entsteht, ist bislang nicht bekannt. Mediziner vermuten jedoch, dass in den meisten Fällen eine Störung im Dopaminstoffwechsel des Gehirns der Auslöser ist. Aus diesem Grund profitieren viele Betroffene auch von einer Therapie mit Levodopa, einem Wirkstoff, der auch bei Parkinson eingesetzt wird.

John Winkelman (Harvard Medical School, Boston) et al.: Neurology, Bd. 70, Nr. 1


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