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Durch Laserlicht angeregte bösartige Zellen produzieren ein charakteristisches Geräusch

Ein neues Frühwarnsystem für bösartigen Hautkrebs bringt Krebszellen zum Singen: Wird eine Blutprobe mit blauem Laserlicht bestrahlt, beginnen alle darin enthaltenen Krebszellen zu schwingen und produzieren dabei ein typisches Geräusch, das von einem Spezialmikrofon aufgezeichnet werden kann. Auf diese Weise kann eine Metastasenbildung bei Hautkrebs bereits in einem Stadium entdeckt werden, in dem sich gerade erst die ersten Zellen vom Ursprungstumor ablösen und noch keine anderen Organe befallen sind.

Für ihren Test nutzen die amerikanischen Forscher um Ryan Weight eine Besonderheit des schwarzen Hautkrebses, auch Melanom genannt, aus: Bei dieser Krebsart enthalten alle bösartigen Zellen winzige Körnchen des schwarz-braunen Farbstoffs Melanin, der auch für die Bräunung der Haut verantwortlich ist.

Werden diese Melaninkörnchen mit kurzen Pulsen aus blauem Laserlicht bestrahlt, absorbieren sie die Energie des Lichts, dehnen sich dabei aus und fallen wieder zusammen, sobald der Puls vorbei ist. Durch diese schnellen Zyklen aus Ausdehnen und Zusammenziehen entstehen in der Flüssigkeit rund um die Krebszellen winzige Wellen in einer Frequenz, die der von hochfrequenten Ultraschallwellen entspricht.

Das Geräusch der schwingenden Krebszellen ist sehr charakteristisch und kann leicht von anderen Geräuschen unterschieden werden, erklärt Co-Autor John Viator.

Entsteht es beim Bestrahlen einer Blutprobe, sei dies ein unmissverständlicher Hinweis darauf, dass ein Hautkrebstumor zu streuen beginne: „Der einzige Grund für Melanin im menschlichen Blut ist, dass es dort Melanomzellen gibt“, so Viator.

Der Test ist so empfindlich, dass nur zehn Zellen in einer Blutprobe für eine zuverlässige Diagnose ausreichen. Da er ausserdem in weniger als einer halben Stunde durchgeführt werden kann und keine schmerzhaften oder aufwendigen Eingriffe erforderlich sind, könnte er auch für Routineuntersuchungen bei Risikopatienten eingesetzt werden, erklären die Forscher.

Melanome gehören zu den aggressivsten Krebsarten überhaupt. Sobald der Tumor in die unteren Hautschichten vordringt, beginnen sich einzelne Zellen abzulösen und dringen ins Blut oder das Lymphsystem ein. Auf diese Weise gelangen sie in andere Organe, wo sie sich festsetzen und die gefürchteten Metastasen bilden können. Je früher diese zirkulierenden Krebszellen daher entdeckt werden, desto grösser ist die Chance, die Metastasenbildung etwa mithilfe von Chemotherapien zu vermeiden und so die Überlebenswahrscheinlichkeit der Betroffenen deutlich zu verbessern.


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