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Untersuchungen an Zellkulturen begründen Anfangsverdacht

Eines der in der medizinischen Praxis am häufigsten eingesetzten Narkosemittel ist unter Verdacht geraten, die Entstehung der Alzheimer-Krankheit zu begünstigen. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal of Neuroscience“ http://www.jneurosci.org/ berichtet ein Forscherteam von Untersuchungen an menschlichen Nervenzellkulturen, bei denen die Produktion eines bei Alzheimer vermehrt auftretenden Proteins angeregt wurde. Die Wissenschaftler hatten die Zellkulturen zuvor mit dem Betäubungsmittel Isofluran behandelt.

„Noch ist es aber zu früh die möglichen Gefahren von Isofluran endgültig zu bewerten“, sagt Peter dal-Blanco vom Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) http://www.akhwien.at/ im pressetext-Interview. Erst Untersuchungen bei Tieren oder Menschen liessen genauere Schlüsse zu. So verhalten sich Zellkulturen anders als die Nervenzellen im Gehirn lebender Patienten. Ausserdem könnte sich der Effekt allein auf besonders anfällige Patienten beschränken.

Die Ergebnisse der Forscher überraschen dal-Blanco allerdings nicht: „Immer wieder berichten Angehörige von Patienten, die mit Isofloran betäubt worden waren, von Leistungsdefiziten ihrer Verwandten, etwa bei der Aufmerksamkeits- und Erinnerungsfähigkeit.“ Die Folgeerscheinungen seien allerdings noch nicht ausreichend erforscht. „Dennoch rücken diese neuen Ergebnisse Isofluran in das Zentrum der Untersuchungen“, sagt dal-Blanco.

In ihren Experimenten zeigten die Wissenschaftler, dass die Zellen, denen Isofluran zugeführt worden war, vermehrt das Protein ss-amyloid produzieren. Bei Alzheimer-Patienten entsteht ss-amyloid, indem proteinspaltende Enzyme ein Vorläuferprotein in einer bestimmten Weise zerschneiden. Zwischen den Nervenzellen des Gehirns bilden die so entstandenen Proteinfäden die für die Alzheimer-Krankheit charakteristischen Plaque-Ablagerungen.

Sollten weitere Untersuchungen die Ergebnisse der Forscher bestätigen, müssten Anästhesisten in Zukunft auf andere volatile Narkosemittel zurückgreifen. Eine Alternative wäre das Betäubungsgas Xenon, das allerdings erheblich teurer ist.


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