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Herz-Spezialisten alarmiert: Nur jeder zweite mit Cholesterinsenkern Behandelte erreicht LDL-Zielwerte

Nahezu die Hälfte aller Patienten, die mit einem Cholesterinsenker (Statin) behandelt werden, erreichen die medizinisch empfohlenen Zielwerte für das LDL-Cholesterin nicht. Von diesen Patienten haben zwei Drittel zusätzlich abnormale HDL- Cholesterin-  oder Triglycerid-Werte. Das sind die alarmierenden Ergebnisse der Dyslipidemia International Study (DYSIS). Untersucht wurden von April 2008 bis Februar 2009 insgesamt 22 063 Patienten mit bereits laufender Statin-Therapie aus elf europäischen Ländern und Kanada.

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„Diese Ergebnisse von DYSIS demonstrieren die Kluft zwischen den Empfehlungen der Fachgesellschaften und dem klinischen Alltag in der Therapie der Fettstoffwechsel-Störung, aber auch das Potential für Verbesserungen in der Therapie dieser Risikogruppen“, sagt Dr. Anselm Gitt (Institut für Herzinfarktforschung, Ludwigshafen) im Mannheim.
Von 16. Bis 18. April 2009 findet in Mannheim die 75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie DGK-Jahrestagung statt, auf der mehr als 7000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen.

Kardiovaskuläre Erkrankungen führen die Todesursachen-Statistiken der westlichen Welt an und verursachten allein im Jahr 2003 in der Europäischen Union Kosten in Höhe von 169 Milliarden Euro, so Dr. Gitt. Wesentliche Risikofaktoren für die Entwicklung und das Fortschreiten der Erkrankung sind neben Lebensstil, Adipositas, Rauchen, Hypertonie und Diabetes eben die Fettstoffwechsel-Störungen. Große randomisierte Studien haben in der Vergangenheit die Effektivität der Lipidsenkung durch Statine belegen können. Statine gehören seitdem zur Standardtherapie in der Sekundär- und Primär-Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen.

LDL-Zielwerte bei Personen ohne manifeste koronare Herzkrankheit sind unter 160 mg/dl, bei zusätzlichen Risikofaktoren gilt LDL unter 130 mg/dl. Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit ist das primäre Ziel der Sekundärprävention ein LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Pressestelle
Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 600 692 – 61; E-Mail: limberg@dgk.org Roland Bettschart, Birgit Kofler; B&K Medienberatung Pressezentrum am Kongress: 0621-41065003; mobil 0043 676 6356775

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