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Wenn das Autofahren im Dunkeln schwer fällt, befürchten viele Menschen, sie litten an Nachtblindheit. Augenärzte können hier in der Regel Entwarnung geben, informiert der BVA: Echte Nachtblindheit ist selten.

„Eine echte Nachtblindheit ist selten“, erläutert Prof. Horst Helbig, Direktor der Universitäts-Augenklinik Regensburg. „Wenn die Funktion der lichtempfindlichen, für das Dunkelsehen verantwortlichen Stäbchen der Netzhaut gestört ist, kommt es, je nach Schweregrad, zu ausgeprägten Nachtsehstörungen, bis hin zur Nachtblindheit.“ Betroffene Patienten können sich im Dunkeln dann nicht mehr orientieren. „In diesen Fällen muss an eine erbliche Netzhauterkrankung als möglicher Auslöser der Funktionsstörung gedacht werden“, ergänzt Helbig. „In sehr seltenen Fällen kann aber auch ein Vitamin-A-Mangel vorliegen, der einfach diagnostiziert und gut behandelt werden kann.“

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Augenärzte verfügen über spezielle Untersuchungsverfahren, um zu prüfen, ob eine Nachtblindheit vorliegt: Sie können messen, wie schnell sich das Auge an die Dunkelheit anpasst und sie können das Kontrastsehen mit und ohne Blendung überprüfen.
Wenn das Sehvermögen bei schlechten Lichtverhältnissen nachlässt, kann das verschiedene Ursachen haben: „Ein kleiner Sehfehler, der bei guten Lichtverhältnissen möglicherweise gar nicht auffällt, bereitet nun deutliche Probleme“, nennt BVA-Pressesprecher Dr. Georg Eckert, ein Beispiel. Eine Brille oder Kontaktlinsen könnten hier sofort Abhilfe schaffen. Wenn bei einer Katarakt die Lichtstreuung im Auge zunimmt, könnten die Betroffenen sich schneller geblendet fühlen. Hier stelle die Katarakt-OP das Sehvermögen wieder her.

Quelle:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands / BVA



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