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Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg zeigt erstmals: Gemässigter Sport hilft Patienten mit Lungenhochdruck

Sport bei Lungenhochdruck galt bislang als gefährlich. Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg unter Leitung von Privatdozent Dr. Ekkehard Grünig haben erstmals in einer klinischen Studie das Gegenteil bewiesen: Massvoller Sport ist gesund und verbessert die Therapieerfolge mit modernen Medikamenten. Allerdings sollte das Trainingsprogramm aus Sicherheitsgründen in der Klinik begonnen werden und zu Hause weiter überwacht werden.

Die wissenschaftliche Arbeit wurde von der „American Heart Association“ als „ausgezeichnet und sehr wichtig“ eingestuft und ist jetzt in der renommierten amerikanischen Fachzeitschrift „Circulation“ erschienen. Die Arbeit wurde auf der Nürnberger Jahrestagung 2006 der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie mit dem mit 5.000 Euro dotierten René Baumgart Preis ausgezeichnet.

Lungenhochdruck ist eine lebensbedrohliche Krankheit: Verengen sich die Blutgefässe in der Lunge, steigt der Druck an und die Lunge bekommt nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Das Herz wird zunehmend überlastet und droht zu versagen. An angeborenem Lungenhochdruck (idiopathischer pulmonal-arterieller Hypertonie) leiden in Deutschland ca. 1.000 Patienten; die Dunkelziffer unerkannter Erkrankungen ist jedoch hoch. Dazu kommen 500.000 bis 2 Millionen Patienten, die an anderen Formen des Lungenhochdruckes z.B. bei Linksherzschwäche oder bei chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung leiden.

Fahrradfahren, Gehen, Hanteltraining und Atemübungen

Die Heidelberger Wissenschaftler der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pneumologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Hugo Katus), untersuchten 30 Patienten mit schwerer pulmonaler Hypertonie, die sich seit drei Monaten unter medikamentöser Therapie in einem stabilen Zustand befanden. Eine Gruppe nahm am konventionellen Betreuungsprogramm mit Ernährungsberatung, Massagen, Inhalation und Muskelentspannung teil. Die zweite Gruppe absolvierte regelmässig unter Anleitung von Ärzte und Physiotherapeuten ein massvolles Sportprogramm, das aus Fahrradfahren auf einem Hometrainer, 60 Minuten Gehen und Hanteltraining bestand. Zusätzlich machten sie täglich Atemtraining.

Nach 15 Wochen testeten die Wissenschaftler die Leistungsfähigkeit der Patienten im sechsminütigen Gehtest. Die Sportgruppe schaffte im Schnitt eine um 96 Meter längere Strecke als vor Beginn der Studie. Im Vergleich zu ihren untrainierten Kollegen bewältigten sie durchschnittlich 111 Meter mehr in dieser Zeit. Kein Sportler klagte über Belastung, die krankheitsbedingten Beschwerden nahmen vielmehr ab.

„Lunge und Herz konnten nach dem Training mehr Sauerstoff aufnehmen und weiter transportieren“, erklärt Dr. Grünig diese positive Entwicklung. „Ein massvolles Trainingsprogramm aus Sport und Atemübungen zusätzlich zu einer optimierten medikamentösen Behandlung ist deshalb sinnvoll“, empfiehlt der Heidelberger Wissenschaftler. „Aus Sicherheitsgründen sollte das Training in der Klinik beginnen und während einer Fortführung zu Hause streng überwacht werden“.

Weitere Information im Internet: www.klinikum.uni-heidelberg.de/Arbeitsgruppe-Primaere-pulmonale- Hypertonie.3677.0.html www.phev.de


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Kommentare
Ein Kommentar zu “Bei Lungenhochdruck: mehr Lebensqualität durch Training”
  1. Richard Friedel sagt:

    Medikamente für Asthma. Jetzt die Notbremse ziehen!
    In der Asthmafachwelt ist man der Meinung, dass keine Atemtechnik die Krankheit so entscheidend und markant beeinflussen kann wie Medikamente. Die empfohlenen Medikamente wirken jedoch nur symptomunterdrückend und ein heilendes Medikament ist noch nicht in Sicht. Der Einsatz der modernen Medikamente wird von einem bedeutenden Zuwachs der Erkrankungen ohne Erklärung aufgrund Umweltfaktoren begleitet.

    Dass die Wechselwirkung zwischen Atmung und einer Beschädigung der Atemwege nur einseitig wirkt, dass also eine verquere Belastung der Atmung etwa im Sport Asthma verursacht ohne dass also Atemtechniken mit Wirkbeweis Asthma lindern oder heilen, ist der Glaubensatz der Lungenfachärzte. Die dramatische Wirkung der symptomunterdrückenden Mittel und geschickte Werbegrafik mit Asthmaspray als Ikone macht unkritisch und die Frage nach dem Wirkbeweis im Sinne einer Langzeitverbesserung- oder Heilung mit Rückgang der Erkrankungen d. h. nicht nur einer vorübergehenden Linderung der Symptome lässt auf sich warten.

    Die fernöstlichen Atemtechniken haben ihre Wirksamkeit durch die Entwicklung der Kampfkünste bewiesen. Allzu nahe liegend ist auch die Frage, wieso sie nicht zur Behandlung der Atemwegserkrankungen eingesetzt werden.
    Offenbar wäre der einzige Einwand hier, dass die Ertüchtigung bei den Kampfkünsten nur mental wäre, oder dass sich um ein Phänomen wie die Akupunktur handelt, wo die Wissenschaftlichkeit fehlt und die Begründung zirkelhaft ist.

    Aus dem Diagramm bei http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/Wechselwirkung.pdf erfahren wir aber von dem Anstieg des Druckes im Bauchraum bei der Einatmung als Naturgesetz. Dass von der den Druck im Bauchraum steuernden Anspannung des Bauches eine besondere Wirkung auf die Atmung ausgeht kann man aber leicht beweisen, indem man mit der Hand das An- und Entspannen der Bauchmuskeln bei der Atmung abtastet. Wenn man jetzt das Anspannen bei der Einatmung bewusst verhindert, so wird die Atmung seichter und schwächer und letztendlich asthmatypisch. Warum, muss man weiter fragen, sehen die Fachdoktoren hier keinen Hinweis auf die Tauglichkeit einer Atemtherapie, die auf eine Verbesserung der Bauchmuskelspannung als physiotherapeutische Methode und nicht auf „Bauchatmung“ ohne Druckwirkung abzielt

    Japanische Quellen sind bei http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/NNAU.pdf,
    http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/T3.pdf
    http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/Otabe_Tiefatmen.pdf (Seite 68-71)

    Daraus lässt sich ganz offensichtlich schließen, dass bei einer Asthmadiagnose der eine wissenschaftliche Behandlung suchende Betroffene in erster Linie und womöglich nur einen erfolgreichen Therapeuten mit Erfahrung in japanischen oder chinesischen Methoden finden soll. Kann man sich wirklich mit der Behauptung des Arztes „Sie haben leider Asthma bronchiale, aber heutzutage werden die lebensrettenden Medikamente ständig verbessert.“ zufrieden geben? Richard Friedel.

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