Gesundheit, Wellness, Medizin

Fango (italienisch), ist ein Mineralschlamm vulkanischer Herkunft. Ursprünglich wurde damit nur der Schlamm aus Battaglia in Oberitalien bezeichnet, dann auch aus Abano und anderen Orten. In Deutschland wird meist Eifel-Fango (Bad Neuenahr) oder Jura-Fango (Bad Boll) verwendet.

In Italien ist es üblich, den mit Mineralwasser angesetzten Fango-Brei relativ flüssig auf den Körper aufzutragen und ihn später abzubrausen.

In Deutschland wird ein festerer Brei mit einer Folie, in eine Dicke von etwa 2 – 3 cm, meist im erhitzen Zustand (ca. 50° C) auf die schmerzenden Körperteile aufgelegt und nach ca. 20 – 30 minütiger Dauer wieder abgenommen.

Unter Fachleuten umstritten ist die Frage, ob die mineralischen Inhaltsstoffe des Fango – neben der sehr konstanten Wärmeabgabe – ihren Teil zur Heilwirkung beitragen. Erfahrene Patientinnen und Patienten schwören jedoch auf Anwendung bestimmter Fangosorten und lehnen auch Fangopackungen ab, bei denen sich der Fango innerhalb eines Folienbeutels befindet und nicht mit der Haut in Berührung kommt.

Von vielen Therapeuten wird auch eine Mischung aus Fango und Paraffin für Packungen verwendet. Der sogenannte Parafango ist elastischer, als der reine Fango, und soll die Wärme länger halten. Die Therapeuten schätzen ih, weil er „sauberer in der Handhabung ist.

Fango wird aber auch in Form von Bädern und Umschlägen angewendet.

Fangoanwendungen haben eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Sie sind in der Therapie rheumatischer Erkrankungen deshalb oft sehr effektiv. Anwendung finden die Packungen ausserdem zur Anregung des Stoffwechsels, bei schmerzhaften Muskulaturverspannungen, degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule oder der Gelenke (z.B. Arthrose), bei Kontrakturen (=Muskelverkürzungen), einer Sklerodermie oder bei Problemen des vegetativen Nervensystems.

Nebenwirkungen / Vorsichtsmassnahmen
Fango-Therapie ist nicht anzuwenden bei akuten fieberhaften Erkrankungen, Tuberkulose, schwerer Herz- und Kreislaufinsuffizienz, Bluthochdruck, akuten Entzündungen sowie bei Wirbelentzündungen.

In Italien – vor allem im Wellnessbereich – werden zunehmend auch Fangos angeboten, die mit Algen oder anderen Inhaltsstoffen angereichert sind und z.B. als Therapie bei Cellulite empfohlen werden.

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