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Amerikanische Forscher könnten den Grund gefunden haben, warum Menschen in einer sehr sauberen Umgebung häufiger an Allergien und anderen Immunerkrankungen leiden: Wenn das Immunsystem durch den Mangel an Keimen unterbeschäftigt ist, reduziert sich die Zahl der für die Abwehr von Krankheitserregern zuständigen T-Zellen. Um diesen Mangel auszugleichen, vervielfältigt der Körper die verbliebenen Abwehrzellen “ wobei ausgerechnet solche Zellen begünstigt werden, die das eigene Körpergewebe angreifen. Über ihre Versuche an Mäusen berichten Nora Sarvetnick vom Scripps-Forschungsinstitut in La Jolla und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift Cell (Bd. 117, S. 265).

Die Wissenschaftler untersuchten das Immunsystem genetisch veränderter Mäuse, die sehr häufig Diabetes entwickeln. Die Veränderung im Erbgut der Tiere führte dazu, dass ihre T-Zellen sehr viel schneller starben, was auf Dauer zu einem Mangel der wichtigen Abwehrzellen führte. Um die fehlenden T-Zellen zu ersetzen, produzierte der Körper der Tiere Stoffe, die den überlebenden Abwehrzellen den Befehl geben, sich zu teilen.

Da jedoch nicht alle Arten von T-Zellen dazu in der Lage sind, veränderte sich die Zusammensetzung der Gesamtheit der Abwehrzellen. Dabei stieg der Anteil der Zellen, die die eigenen Körperzellen erkennen und angreifen können. Die Folge: Das Bauchspeicheldrüsengewebe der Mäuse wurde durch das eigene Immunsystem zerstört und sie bekamen Diabetes. Wurde dagegen die Zahl der T-Zellen von den Forschern durch die Simulation einer Bakterieninfektion künstlich erhöht, blieben die Mäuse gesund.

Obwohl es noch keine Untersuchungen beim Menschen gibt, deuten viele Befunde darauf hin, dass ein ähnlicher Mechanismus an der Entstehung von Autoimmunerkrankungen beteiligt sein könnte. So entwickeln beispielsweise Kinder, die in einer möglichst keimfreien Umgebung aufwachsen und deren Immunsystem in der Folge nur sehr wenige T-Zellen produziert, sehr viel häufiger Allergien als ihre Altersgenossen, die mit mehr Keimen in Berührung kommen. Auch viele Diabetiker und Menschen mit Rheuma haben eine verminderte Zahl an T-Zellen. Häufig treten Autoimmunkrankheiten auch nach bestimmten viralen Infektionen auf, von denen bekannt ist, dass sie ebenfalls die T-Zellen dezimieren.

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