Gesundheit, Wellness, Medizin

Ultraschalluntersuchungen bei Schwangeren setzen das Baby starkem Lärm aus. Das Ungeborene nimmt die Töne in einer Lautstärke wahr, die mit einer U-Bahn vergleichbar ist, die in die Haltestelle rumpelt. Mediziner gehen davon aus, dass der Fötus dadurch aber nicht zu Schaden kommt, berichtet das Wissenschaftsmagazin „New Scientist“. Die Ergebnisse stellen die amerikanischen Forscher auf dem Jahrestreffen der Acoustical Society of America in Fort Lauderdale vor.

Ultraschall ist für Patienten nicht wahrnehmbar, da die Schallwellen mit einer Frequenz zwischen zwei und 20 Megahertz in den Körper geschickt werden. Die menschliche Hörfähigkeit endet bei einer Frequenz von rund 16 bis 18 Kilohertz. James Greenleaf und seine Kollegen von der Mayo Clinic in Rochester stellten jedoch fest, dass die aus dem Ultraschallgerät gesendeten elektrische Pulse in der Gebärmutter Vibrationen auslösen. Sie platzierten dazu ein winziges Unterwassermikrophon in der Gebärmutter einer Frau, die sich einer Ultraschalluntersuchung unterzog. Richteten die Forscher den Ultraschall auf das Mikrophon, registrierte es ein Brummen von 100 Dezibel.

In der Umwelt können bereits bei ständigem Lärm von 60 Dezibel am Tag oder 50 Dezibel in der Nacht gesundheitliche Schäden auftreten. Der Mediziner Fredic Frigoletto vom Bostoner Brigham and Womens’s Hospital empfiehlt Ärzten daher, den Kopf des Ultraschallgeräts wenn möglich nicht direkt auf das Ohr des Ungeborenen zu richten.

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