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Teetrinken stört offenbar das Wachstum von Bakterien, die für den lästigen Mundgeruch vieler Menschen verantwortlich sind. Durch einzelne Teebestandteile, die so genannten Polyphenole, konnten amerikanische Wissenschaftler das Wachstum der winzigen Plagegeister erfolgreich hemmen. Über ihre Ergebnisse berichteten Christine Wu von der Universität von Illinois in Chicago (UIC) und ihre Kollegen auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie in Washington.

Der eigentliche Grund für den Mundgeruch sind bestimmte schwefelhaltige Substanzen, beispielsweise Hydrogensulfid. Bestimmte Bakterien im Mund produzieren diese Stoffe, wenn sie unter Sauerstoffabschluss leben, also etwa an der Rückseite der Zunge oder in den tiefen Falten der Mundschleimhaut. Die Forscher behandelten die Bakterien für 48 Stunden mit Polyphenolen aus Tee. Eine hohe Konzentration stoppte das Wachstum vollständig, geringere Mengen verhinderten die Produktion des bakteriellen Enzyms, das für die Bildung der übel riechenden Substanzen verantwortlich ist.

Zu den Polyphenolen gehören die chemischen Stoffe Catechine und Theaflavine. Erstere finden sich in grünen und schwarzen Tees, Theaflavine jedoch nur im schwarzen Tee. Laut Wu haben frühere Studien bereits gezeigt, dass schwarzer Tee auch das Wachstum von Plaquebakterien unterdrückt. So bilden sich offenbar deutlich weniger Plaques, wenn man den Mund fünfmal am Tag mit Tee spült.

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