Studie: Sterberisiko bei Arthritis erhöht

Männer über 30 Jahre mit entzündlichen Veränderungen an den Fingergelenken (Arthritis) haben ein erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, berichtet die Fachzeitschrift Ärztliche Praxis. Eine finnische Studie mit rund 8.000 Probanden an der Universität Kuopio habe ergeben: Bei Männern mit Arthritis steigt die Gefahr um 42%, infolge einer Erkrankung der Herzkranzgefässe zu sterben. Auch Frauen mit ausgeprägterer Arthritis der Fingergelenke sterben häufiger (23%) als gesunde – allerdings steckt bei ihnen nicht immer eine Herzerkrankung dahinter.

Für den Zusammenhang zwischen Arthritis und Herztod gibt es unterschiedliche Erklärungen: Vergangene Untersuchungen hätten gezeigt, dass erhöhte Blutfettwerte nicht nur die Gefässe, sondern auch den Knorpel schädigen können, meint Studienleiter Mikko Haara. Es ist aber auch möglich, dass chronische Entzündungen das Risiko sowohl für Herzerkrankungen als auch Arthritis steigern. Zu bedenken sei auch: Arthritisschmerzen führen oft dazu, dass die Patienten sich weniger bewegen. Auch dies könnte das Risiko für Herzerkrankungen heben.

Trotz des beunruhigenden Studienergebnisses meint Haara: Arthritis-Patienten können ihr erhöhtes Herztod-Risiko durch einen gesunden Lebensstil günstig beeinflussen.

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