Gesundheit, Wellness, Medizin

Experten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) http://www.dmkg.de warnen Patienten davor, aus Angst vor einer bevorstehenden Attacke „vorsichtshalber“ ein Schmerz- oder Migränemittel zu schlucken. Die häufige Einnahme von Schmerzmitteln – an mehr als zehn Tagen pro Monat – kann einen Dauerkopfschmerz verursachen.
Der so genannte Medikamenten-induzierte Kopfschmerz (medication overuse headache – MOH) äussert sich als dumpf-drückender Schmerz im ganzen Kopf, der täglich oder fast täglich auftritt und bereits beim Aufwachen am Morgen einsetzt. „Dieser Kopfschmerz wird in den spezialisierten Einrichtungen zunehmend häufiger gesehen“, erklären die Experten der DMKG. Betroffen sind schätzungsweise ein bis zwei Prozent der gesamten Bevölkerung. Allein in Deutschland sind dies zwischen 800.000 und 1,6 Mio. Menschen.
Experten der DMKG sehen als einzig sinnvolle Behandlung gegen solche MOH den Entzug der Schmerzmittel. Das Forscherteam um Zaza Katsarava von der Neurologischen Universitätsklinik Essen hat dies im Rahmen einer mehrjährigen Nachbeobachtung betroffener Patienten überprüft. Demnach ist das Rückfallrisiko im ersten halben Jahr nach dem Absetzen der Medikamente am grössten: In diesem Zeitraum wurde knapp ein Drittel (31 Prozent) der insgesamt 96 beobachteten Patienten rückfällig. Die Forscher haben aber nun auch das Vierjahres-Ergebnis publiziert. Bis zum Ende des ersten Jahres nach dem Entzug erhöhte sich der Prozentsatz der rückfällig gewordenen Patienten von 31 auf 41. In den darauf folgenden drei Jahren wurden dann nur noch weitere zwei Patienten rückfällig – der Prozentsatz stieg damit insgesamt auf 45.
Migränepatienten wurden deutlich seltener rückfällig als Patienten, die an chronischem Spannungskopfschmerz oder einer Kombination aus Spannungskopfschmerz und Migräne litten. Auffällig war auch, dass Migräne-Patienten, die ihre Attacken mit Migränemedikamenten (Triptanen) behandelten, ein geringeres Rückfallrisiko hatten als jene, die Analgetika genommen hatten.

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Häufige Einnahme kann zu Dauerkopfschmerz führen

Pöcking/Essen (pte/06.07.2005/11:52) – Experten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) http://www.dmkg.de warnen Patienten davor, aus Angst vor einer bevorstehenden Attacke „vorsichtshalber“ ein Schmerz- oder Migränemittel zu schlucken. Die häufige Einnahme von Schmerzmitteln – an mehr als zehn Tagen pro Monat – kann einen Dauerkopfschmerz verursachen.
Der so genannte Medikamenten-induzierte Kopfschmerz (medication overuse headache – MOH) äussert sich als dumpf-drückender Schmerz im ganzen Kopf, der täglich oder fast täglich auftritt und bereits beim Aufwachen am Morgen einsetzt. „Dieser Kopfschmerz wird in den spezialisierten Einrichtungen zunehmend häufiger gesehen“, erklären die Experten der DMKG. Betroffen sind schätzungsweise ein bis zwei Prozent der gesamten Bevölkerung. Allein in Deutschland sind dies zwischen 800.000 und 1,6 Mio. Menschen.
Experten der DMKG sehen als einzig sinnvolle Behandlung gegen solche MOH den Entzug der Schmerzmittel. Das Forscherteam um Zaza Katsarava von der Neurologischen Universitätsklinik Essen hat dies im Rahmen einer mehrjährigen Nachbeobachtung betroffener Patienten überprüft. Demnach ist das Rückfallrisiko im ersten halben Jahr nach dem Absetzen der Medikamente am grössten: In diesem Zeitraum wurde knapp ein Drittel (31 Prozent) der insgesamt 96 beobachteten Patienten rückfällig. Die Forscher haben aber nun auch das Vierjahres-Ergebnis publiziert. Bis zum Ende des ersten Jahres nach dem Entzug erhöhte sich der Prozentsatz der rückfällig gewordenen Patienten von 31 auf 41. In den darauf folgenden drei Jahren wurden dann nur noch weitere zwei Patienten rückfällig – der Prozentsatz stieg damit insgesamt auf 45.
Migränepatienten wurden deutlich seltener rückfällig als Patienten, die an chronischem Spannungskopfschmerz oder einer Kombination aus Spannungskopfschmerz und Migräne litten. Auffällig war auch, dass Migräne-Patienten, die ihre Attacken mit Migränemedikamenten (Triptanen) behandelten, ein geringeres Rückfallrisiko hatten als jene, die Analgetika genommen hatten.

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