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Wissenschaftler am Johns Hopkins Childrens Center sind zum Schluss gekommen, dass Kinder, die bei Allergietests extrem auf Erdnüsse reagierten, offensichtlich mit zunehmenden Alter diese Allergie verlieren. Zumindest ein Teil der untersuchten Kinder reagierte nicht mehr, berichtet BBC-Online. Insgesamt sind nach Schätzungen der Experten etwa zwei Prozent der Bevölkerung extrem allergisch auf Erdnüsse. New Scientist http://www.newscientist.com berichtet, dass ein neues Vakzin aus genetisch veränderten Erdnuss-Proteinen entwickelt wurde.

Versuche an Mäusen haben die Qualität des Impfstoffes bewiesen. Innerhalb eines Jahres soll auch der Versuch am Menschen beginnen, berichtet das Wissenschaftsmagazin. Anders als bei herkömmlichen Pollenallergien kann nämlich bei Erdnuss-Allergie nicht mit der Desensibilisierungs-Therapie gearbeitet werden. Diese sieht vor, dass dem Patient das Allergen geimpft wird, damit das Immunsystem nicht mehr überreagiert. Da das Risiko bei Erdnuss-Allergikern zu gross war, willigten die Forscher einem solchen Versuch nicht ein. Der neu entwickelte Impfstoff basiert auf dem genetischen Umbau eines Erdnuss-Proteins, so dass der Körper eine Toleranz des Immunsystems gegenüber dem natürlichen Protein entwickelt. Experten können sich den Vorgang nicht genau erklären, aber im Mäuseversuch wurde die allergische Reaktion nach der Verabreichung der Injektion deutlich gesenkt. Jährlich sterben in den USA etwa 50 Menschen an den Folgen einer Überreaktion auf Erdnüsse. Mehr als 15.000 Einlieferungen in Notfallstationen von Krankenhäusern gehen auf eine solche allergische Reaktion zurück. William Cookson vom Wellcome Trust Centre for human Genetic Disease in Oxford warnt aber vor verfrühten Hoffnungen, denn was bei Mäusen funktioniert, muss beim Menschen nicht auch funktionieren.

Hoffnungsvoll für Kinder, bei denen eine Erdnuss-Allergie diagnostiziert wird, scheint hingegen die Untersuchung von Robert Wood, Spezialist für Kinder-Allergien am Johns Hopkins Children’s Center. Seinen Forschungsergebnissen zufolge verschwinden die Allergien offensichtlich bei Kindern, die eine starke Allergie-Antikörper-Bildung aufweisen. Der Experte empfiehlt daher bei Kindern eine regelmässige Allergie-Untersuchung, um feststellen zu können, wie sich die Allergien entwickeln. In der Untersuchung an 80 Kindern zeigte mehr als die Hälfte keine Reaktionen nach der Einnahme von Erdnuss-Produkten. Der Mediziner warnt aber davor, eine Erdnuss-Allergie auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine ärztliche Beratung vor der Gabe von Nüssen sollte unbedingt eingeholt werden. „Wenn ein Kind, das beim Allergietest positiv auf Erdnüsse reagiert hat, nach dem Verzehr keine Reaktion zeigt, sollte dennoch ein weiterer Allergietest durchgeführt werden“, so David Reading, Direktor der britischen Anaphylaxis Campaign http://www.anaphylaxis.org.uk. Erst nach ein- bis zweijähriger Toleranz könne man davon ausgehen, dass die Allergie nicht mehr besteht.

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