Gesundheit, Wellness, Medizin

Wie deutsche Lebensmittelchemiker im „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ berichten, entsteht die Substanz erst beim Rösten von Kaffeebohnen und aktiviert eine Gruppe von Enzymen, die giftige bzw. Krebs erregende Substanzen unschädlich machen.

„Bis zur Durchführung von Studien am Menschen kann niemand genau sagen, wie viel Kaffee nötig ist, um einen Schutzeffekt gegen Dickdarmkrebs zu erzielen“, sagt Thomas Hofmann von der Universität Münster. „Unsere Studien lassen jedoch vermuten, dass das Trinken vor allem von starkem Kaffee einen gewissen Schutz bietet.“ Beispielsweise enthalte Espresso zwei- bis dreimal so viel der aktiven Substanz wie Kaffee aus durchschnittlich lang gerösteten Bohnen. Die Substanz finde sich aber auch in entkoffeiniertem Kaffee und sogar in Instantkaffee.

Kaffee weist einen hohen Gehalt an Verbindungen auf, die aggressive Sauerstoffmoleküle entgiften, so genannte Antioxidantien. Daher vermuten Forscher seit langem, dass das Getränk vor Krebs schützen könnte. Das Team um Veronika Somoza von der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching, konnte mit dem Methylpyridinium nun einen Inhaltsstoff identifizieren, der die Aktivität von so genannten Phase-II-Enzymen steigert. Diese Enzyme verändern Fremd- oder Giftstoffe derart, dass sie besser ausgeschieden werden können.

Auf die Spur der Substanz kamen die Forscher bei Tests an Kulturen menschlicher Dickdarmzellen. Als sie Kaffee-Extrakte oder reines Methylpyridinium an Ratten verfütterten, stieg die Aktivität der Phase-II-Enzyme im Blut der Tiere um bis zu 40 Prozent an. Weitere Studien sollen nun zeigen, ob dieser Aktivitätsanstieg tatsächlich einen Schutz vor Krebs mit sich bringt.

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