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Gegen Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis und andere Autoimmunkrankheiten haben israelische Forscher eine Impfung entwickelt. In Versuchen an Ratten stoppte der Impfstoff die Erkrankungen, berichten die Forscher im Fachmagazin „Journal of Immunology“ (Bd. 169, S. 2685).

Das Team um Nathan Karin vom Technion-Institut in Haifa greift mit der Impfung direkt in das molekulare Gefecht bei Autoimmunkranken ein: Zellen der Immunabwehr markieren bestimmte Gewebe der Erkrankten fälschlicherweise als fremd und attackieren es. Bei rheumatoider Arthritis sind davon die Gelenke, bei Multipler Sklerose das Nervengewebe betroffen. Gleichzeitig versucht ein schützender Teil der Immunabwehr, die fatalen Falschmarkierungen zu entfernen, fanden die Forscher. Diesen Teil konnten sie mit der Impfung nun erfolgreich stärken.

Die Forscher spritzten kranken Ratten ein Gen des „Falschmarkers“ ein. Dadurch brachten sie die Immunabwehr dazu, die Reaktion gegen den Marker zu verstärken. Die Tiere seien in kürzester Zeit genesen, sagt Karin. Die Forscher wollen den Impfstoff nun an Patienten mit Multipler Sklerose testen.

Bislang gelten rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose als unheilbar. Ärzte können nur mit Medikamenten, die Entzündungen und die Immunabwehr hemmen, die Symptome lindern.

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