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Schon das Streicheln infizierter Hunde genügt, um sich den Spulwurm Toxocara canis einzufangen.

Von der Übertragung durch Streicheln sind zwei britische Tierärzte überzeugt, die 60 Hunde untersucht hatten und bei jedem vierten Toxocara-Eier im Fell fanden. Bisher nahm man an, dass der Spulwurm nur durch den Kontakt mit Fäkalien übertragen wird.

Gelangen Eier von Toxocara canis in den menschlichen Körper, kann sich der Wurm bis zum Larvenstadium entwickeln. Bei betroffenen Patienten kommt es dann zu Fieber, Magenschmerzen und asthmatische Beschwerden. Der Wurm kann aber auch durch den Körper zu den Augen wandern und Sehstörungen bis zur Erblindung auslösen. Derart schwere Infektionen sind allerdings selten.

Die Tierärzte Alan Wolfe und Ian Wright aus Burnham-on-Sea entdeckten je Gramm Hundefell bis zu 180 Toxocara-Eier. 71 Eier nahmen sie näher unter die Lupe und stellten fest, dass drei davon bereits infektiös waren. Fast ein Viertel der Eier befand sich zudem im so genannten „embryonierten“ Stadium, das Menschen bei Verschlucken ebenfalls gefährlich werden kann. Die ermittelten Werte überstiegen bei weitem die Gefahr, die von kontaminiertem Erdreich ausgehe, schreiben die Ärzte im Fachblatt „The Veterinary Record“. Die Übertragung von Toxocara-Eiern durch das Fell müsse daher ernster genommen werden.

Wright sagte dem Magazin „New Scientist“, die Verantwortung liege bei den Hundehaltern. Diese müssten ihre Tiere einer gründlichen Fellpflege unterziehen, regelmässige Entwurmungen vornehmen und vor allem Welpen regelmässig baden. Der Nachwuchs kann sich schon über die Plazenta der Muttertiere infizieren, wenn diese verwurmt sind. Wright empfiehlt Entwurmungen der Jungtiere in 14-tägigem Abstand.

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