Gesundheit, Wellness, Medizin

Wer aus Angst vor Quecksilber keinen Thunfisch mehr isst, kann sich beruhigen: Das Schwermetall liegt in Fischen in einer Form vor, die wohl weit weniger giftig ist als bisher gedacht. Das berichten amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift „Science“ (Bd. 301, S. 1203).

Quecksilber in Fischen wird mit vielen Nervenbeschwerden in Verbindung gebracht, beispielsweise mit Problemen beim Sehen. Das Metall gelangt unter anderem über Abwässer ins Meer, wo es sich in den Fischen anreichert. In welcher Form es im Fischgewebe vorliegt, war bisher nicht bekannt. So beruhten sämtliche Warnungen vor einem übermässigen Verzehr dieser Fische auf Experimenten mit einer bestimmten chloridhaltigen Form des Metalls.

Doch Graham George vom Synchrotron-Strahlenlabor in Stanford (USA) und seine Kollegen konnten nun statt eines Chlorid – Atoms ein Kohlenstoff- und ein Schwefelatom als Bindungspartner des Quecksilbers nachweisen. In Versuchen mit Zebrafischlarven stellte sich diese Verbindung des Metalls als deutlich weniger giftig heraus als das bisher untersuchte Quecksilberchlorid, erklären die Forscher.

Dennoch warnen die Forscher vor übereilten Schlüssen. Weitere Versuche müssten diese Ergebnisse noch bestätigen. So wollen die Wissenschaftler mit Hilfe der Röntgentechnik aufklären, wie das Quecksilber im menschlichen Gewebe nach dem Verzehr von metallhaltigem Fisch aussieht. Dann liessen sich auch Medikamente entwickeln, die das Metall wieder beseitigen.

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