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Das Immunsystem baut sich bei älteren Menschen nach einer Fastenzeit nur sehr schleppend auf. Das berichten französische Forscher von der Université d’Auvergne in Clermont in der Oktoberausgabe des American Journal of Clinical Nutrition.

In ihrer Studie untersuchte die Arbeitsgruppe von Stéphane Walrand sieben junge und acht ältere gesunde Testpersonen. Das Durchschnittsalter lag in der einen Gruppe bei 24 Jahren, die anderen waren im Mittel 71 Jahre alt. Als Mass für die Aktivität des Immunsystems diente die Zahl der weissen Blutkörperchen im Blut. Diese war zu Beginn bei den älteren Personen um 17 Prozent niedriger als bei den jüngeren. Nach einer Fastenperiode von 36 Stunden erhielt jeder eine standardisierte Flüssignahrung. Danach stieg die Zahl der weissen Blutzellen in der Gruppe der Jüngeren um fast sechs Prozent, während sie sich bei den Älteren kaum veränderte.

Mit dem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab. Daraus resultiert die erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten und die längere Genesungsdauer. Das Ergebnis der Studie weist darauf hin, dass ein schlechter Ernährungsstatus das Krankheitsrisiko älterer Menschen zusätzlich erhöht, da die Immunabwehr auch durch eine verbesserte Nahrungszufuhr nachträglich nicht mehr stimuliert werden kann.

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